Das Telefon klingelt – und plötzlich behauptet jemand, von Ihrer Bank zu sein.
Genau das ist im Kanton Glarus heute gleich mehrfach passiert.
Die Polizei warnt eindringlich: Diese Masche wird immer perfider – und kann jeden treffen.
Fünf Betrugsversuche an einem einzigen Tag
Am Donnerstag, 4. Dezember 2025, meldeten Personen aus Glarus, Riedern, Mollis und Mühlehorn verdächtige Anrufe.
Die Täter gaben sich am Telefon als Bankmitarbeitende aus und behaupteten unter anderem:
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es gebe ein Problem mit einer Transaktion
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ein ungewöhnlicher Geldeingang sei erfolgt
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oder es müssten dringend Daten verifiziert werden
Ihr Ziel: Zugang zu Konten und elektronische Freigaben erschleichen.
Wichtig:
In allen fünf Fällen blieb es beim Versuch – niemand wurde finanziell geschädigt.
So funktioniert die Betrugsmasche
Die Täter setzen auf:
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überzeugende Gesprächsführung
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Schweizerdeutsch, um Vertrauenswürdigkeit vorzutäuschen
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angebliche Banknummern in der Anzeige
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Druck («sofort handeln», «Ihr Konto ist in Gefahr»)
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Manipulation über vermeintliche Sicherheitssoftware
Ein gefährlicher Trick: Sie versuchen, Opfer zur Installation von Fernzugriff- oder Schadsoftware zu bewegen.
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Das sagt die Polizei Glarus
Die Kantonspolizei warnt ausdrücklich und rät zu höchster Vorsicht.
Wichtigste Hinweise der Polizei:
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Echte Bankmitarbeitende verlangen am Telefon NIE Passwörter oder Kontodaten.
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Keine Fernzugriffe zulassen – sofort auflegen.
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Keine «Sicherheitssoftware» installieren – meist handelt es sich um Malware.
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Bei angeblichen Bankanrufen immer selbst zurückrufen – aber nur über die offiziellen Nummern auf Kontoauszügen oder Webseiten.
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Im Zweifelsfall 117 wählen.
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Über die Masche Freunde, Nachbarn und ältere Angehörige informieren.
Warum diese Methode so gefährlich ist
Diese Anrufe sind oft täuschend echt und nutzen psychologische Effekte:
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Vertrauensmissbrauch («Ihre Bank ruft an»)
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Zeitdruck («wir müssen sofort handeln»)
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Verunsicherung durch technische Begriffe
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Social Engineering: Täter holen sich Stück für Stück Zugang
Gerade ältere Menschen sind besonders gefährdet, doch die Täter attackieren alle Altersgruppen.
So schützen Sie sich effektiv
Checkliste gegen Telefonbetrug:
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Nummer unbekannt? → Misstrauen.
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Anrufer will Daten? → Sofort auflegen.
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Fernzugriff? → Sofort beenden.
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SMS mit Codes? → Nie weitergeben.
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Zweifel? → Offizielle Banknummer anrufen.










