Zwischen Polen und der Ukraine verschärft sich ein historischer Konflikt, der inzwischen auch die politische Zusammenarbeit belastet. Präsident Wolodymyr Selenskyj verzichtet deshalb auf eine geplante Reise nach Danzig.
Die Spannungen betreffen zunehmend auch gemeinsame Projekte zum Wiederaufbau der Ukraine.
Absage an Wiederaufbaukonferenz
Wegen eines eskalierenden Geschichtsstreits mit Polen wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht an einer Wiederaufbaukonferenz in Danzig teilnehmen.
Die ukrainische Delegation wird stattdessen von Ministerpräsidentin Julia Syrydenko geführt. Auch mehrere europäische Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, werden erwartet.
Historischer Streit belastet Beziehungen
Im Zentrum des Konflikts steht die unterschiedliche Bewertung der gemeinsamen Geschichte im Zweiten Weltkrieg. Besonders umstritten ist die Rolle der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA), deren Ehrung in der Ukraine in Polen für Kritik sorgte.
Laut GMX hat der Streit zwischen Warschau und Kiew inzwischen ein Ausmass erreicht, das nicht nur symbolische Fragen betrifft, sondern auch die politische Zusammenarbeit beider Länder belastet.
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Politische Spannungen auf beiden Seiten
Der polnische Präsident entzog Selenskyj einen Orden, woraufhin ukrainische Politiker ebenfalls Auszeichnungen zurückgaben. Die diplomatische Atmosphäre zwischen beiden Ländern hat sich spürbar verschlechtert.
Der Konflikt wird zusätzlich durch innenpolitische Spannungen in Polen verstärkt, wo unterschiedliche politische Lager die Ukraine-Politik unterschiedlich bewerten.
Aufruf zu Besonnenheit
Mehrere grosse Medien in Polen und der Ukraine haben beide Seiten zur Deeskalation aufgerufen. Der Streit schade vor allem der gemeinsamen Position gegenüber Russland, heisst es in einem gemeinsamen Appell.
Bedeutung der Wiederaufbaukonferenz
Die Ukraine Recovery Conference dient seit Beginn des Krieges als zentrale Plattform für internationale Unterstützung beim Wiederaufbau der Ukraine. Sie findet jährlich in wechselnden europäischen Städten statt.






