ImTicker
  • ☰
  • SCHWEIZ
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Politik
  • Sport
  • Lifestyle
  • Tiere
  • Wetter
  • ☰
  • SCHWEIZ
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Politik
  • Sport
  • Lifestyle
  • Tiere
  • Wetter
ImTicker
  • ☰
  • SCHWEIZ
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Politik
  • Sport
  • Lifestyle
  • Tiere
  • Wetter
Werbebanner Carrosserie B85

Gescheiterte Hinrichtung: Christa Pike in kritischem Zustand

by Peter Schnieder
Freitag, 2. Oktober 2026 um 09:50
in Ausland, Top News
A A
Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung in Tennessee in kritischem Zustand

Rettungsfahrzeuge treffen am Ort der Hinrichtung ein, nachdem diese abgebrochen wurde. © dpa / George Walker IV/AP/dpa

Home » Ausland » Gescheiterte Hinrichtung: Christa Pike in kritischem Zustand

Zweimal wird Christa Pike ein tödliches Mittel verabreicht – doch sie stirbt nicht. Tennessee stoppt vorerst weitere Hinrichtungen. Was über ihren Gesundheitszustand bekannt ist.

Nashville – Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee befindet sich die zum Tode verurteilte Christa Pike ihren Anwälten zufolge in kritischem Zustand. Ihnen sei gesagt worden, dass Pike lebensrettende medizinische Behandlung erhalte, teilten ihre Anwälte bei einer Pressekonferenz mit. Gouverneur Bill Lee setzte nach dem Vorfall alle weiteren Hinrichtungen für den Rest des Jahres aus und ordnete eine umfassende Untersuchung durch eine externe Stelle an. Wie Pikes Prognose ist und welche gesundheitlichen Folgen sie davontragen könnte, ist bislang unklar.

Die 50-Jährige sollte am Mittwochabend mit einer Giftspritze hingerichtet werden. Doch nachdem ihr nach Angaben der Behörden die im Protokoll vorgesehenen zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden waren, lebte sie weiter. Zeugen berichteten, sie hätten Pike noch lange atmen und nach Luft ringen gehört. Einer ihrer Anwälte sagte später, er habe sie nach der ersten Dosis sogar noch sprechen und singen gehört. Schliesslich wurde Pike in eine medizinische Einrichtung ausserhalb des Gefängnisses gebracht.

Anwalt berichtet von sieben Einstichen allein am linken Arm

Pikes Anwalt Randy Spivey sagte am Donnerstag, das Personal habe etwa eine Stunde erfolglos versucht, einen intravenösen Zugang zu legen. «Ich zählte allein in ihrem linken Arm mindestens sieben Nadeln, von denen eine verbogen zu sein schien, als sie nach einem erfolglosen Versuch aus ihrem Arm gezogen wurde», sagte Spivey.

Während der Hinrichtung habe sich zudem ihr rechter Arm violett verfärbt. Inzwischen gebe es nach Angaben der Verteidigung Blasen und Verbrennungen rund um die Einstichstellen. Laut GMX halten von der «New York Times» befragte Mediziner es für möglich, dass das Pentobarbital zumindest teilweise nicht in Pikes Blutbahn, sondern in das umliegende Gewebe gelangte. Das könne erklären, warum die verabreichte Menge nicht ausreichte, um Atmung und Kreislauf vollständig zum Stillstand zu bringen.

Die Strafvollzugsbehörde von Tennessee betonte anschliessend, jeder Schritt der geltenden Richtlinie sei eingehalten worden. Diese sehe nach der zweiten Dosis keine weiteren Massnahmen mehr vor.

Nach Angaben des unabhängigen Death Penalty Information Center ist aus der modernen Ära der Todesstrafe in den USA kein anderer Fall bekannt, in dem ein Gefangener die Medikamente zur Hinrichtung erhielt und anschliessend weiterlebte. Bei früheren gescheiterten Hinrichtungen war die Vollstreckung demnach meist schon zuvor abgebrochen worden, etwa weil kein geeigneter Venenzugang gelegt werden konnte.

Gericht stoppte ersten Hinrichtungstermin kurz vor knapp

Ein Berufungsgericht hatte die geplante Hinrichtung am Mittwoch zunächst gestoppt. Pikes Anwälte wollten erreichen, dass sich die Gerichte noch einmal mit der Frage beschäftigen, ob schwerer sexueller Missbrauch und andere traumatische Erfahrungen aus ihrer Kindheit sowie psychische Erkrankungen bei früheren Entscheidungen über ihr Todesurteil angemessen berücksichtigt worden waren.

Tennessee zog daraufhin vor den Supreme Court. Das höchste US-Gericht hob den Aufschub am Abend wieder auf und machte damit den Weg für die Hinrichtung frei. Bereits einen Tag zuvor hatte der Supreme Court einen anderen Antrag Pikes abgelehnt, die Hinrichtung zu stoppen.

Anwälte warnten vor schwer zugänglichen Venen

Unabhängig von diesem juristischen Tauziehen hatten Pikes Verteidiger schon seit Monaten auch vor möglichen Problemen bei der Hinrichtung selbst gewarnt. Nach ihren Angaben hat Pike kleine und schwer zugängliche Venen. Sie hatten zudem Bedenken gegen die Richtlinie zur Hinrichtung und die medizinische Versorgung für den Fall von Komplikationen erhoben und waren gerichtlich gegen Tennessees Verfahren mit der Giftspritze vorgegangen. Ein Gericht hatte die Einwände letztlich zurückgewiesen.

Nach dem gescheiterten Versuch erklärten Pikes Anwälte, einige der zuvor beschriebenen Befürchtungen hätten sich nun bewahrheitet. Sie warfen dem Staat mangelnde Transparenz vor. Anwalt Spivey sagte, die Vorhänge zum Zeugenraum seien über längere Zeit geschlossen gewesen. Zudem habe es Minuten gedauert, telefonisch Kontakt zu weiteren Anwälten aufzunehmen.

Zweiter gescheiterter Versuch binnen Monaten

Für Tennessee ist es bereits der zweite gescheiterte Hinrichtungsversuch innerhalb weniger Monate. Im Mai hatte der Staat die Hinrichtung des Gefangenen Tony Carruthers abbrechen müssen, nachdem es nicht gelungen war, die erforderlichen intravenösen Zugänge zu legen. Anders als bei Pike wurde ihm das tödliche Medikament damals jedoch nicht verabreicht.

Pike war 1996 wegen des Mordes an der 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zur Tatzeit 18 Jahre alt. Slemmer war 1995 in Knoxville über längere Zeit misshandelt und schliesslich getötet worden.

In den vergangenen Jahren hatten Pikes Anwälte zunehmend ihre schwere Kindheit, psychische Erkrankungen und ihre Entwicklung während der mehr als drei Jahrzehnte in Haft in den Mittelpunkt gestellt. Gouverneur Lee lehnte ein Gnadengesuch kurz vor dem geplanten Hinrichtungstermin dennoch ab. Es ist offen, ob und unter welchen Bedingungen der Staat noch einmal versuchen könnte, das Todesurteil zu vollstrecken.

Vorheriger Beitrag

Appenzell AI: Verkehrsbehinderungen wegen Grossviehschau

Nächster Beitrag

Einsiedeln SZ: Auto fährt in Gartenwirtschaft von Restaurant

ImTicker

Verwandte Beiträge

Zwei Tote bei schwerem Schulbus-Unfall in Florida USA Ausland

Zwei Tote bei schwerem Schulbus-Unfall in Florida USA

Montag, 5. Oktober 2026 →
Christa Pike hatte ungewöhnlichen Wunsch vor gescheiterter Hinrichtung Ausland

Christa Pike hatte ungewöhnlichen Wunsch vor gescheiterter Hinrichtung

Sonntag, 4. Oktober 2026 →
Vermisstes Kleinflugzeug: Küstenwache findet Trümmer vor US-Küste Ausland

Vermisstes Kleinflugzeug: Küstenwache findet Trümmer vor US-Küste

Sonntag, 4. Oktober 2026 →
Tennessees Gefängnischef tritt nach gescheiterter Hinrichtung zurück Ausland

Tennessees Gefängnischef tritt nach gescheiterter Hinrichtung zurück

Samstag, 3. Oktober 2026 →
Zwei Tanker nahe der Strasse von Hormus angegriffen Ausland

Zwei Tanker nahe der Strasse von Hormus angegriffen

Samstag, 3. Oktober 2026 →
Texas-Mutter erschiesst Tochter nach verlorenem Sorgerechtsstreit Ausland

Texas-Mutter erschiesst Tochter nach verlorenem Sorgerechtsstreit

Freitag, 2. Oktober 2026 →

Verwandt Beiträge

imTicker Abend Update
Schweiz

imTicker – Montag-Abend-Update Schweiz & Welt | 05.10.2026

Beschädigter Schulbus nach schwerem Unfall in Florida
Ausland

Zwei Tote bei schwerem Schulbus-Unfall in Florida USA

Guy Parmelin trifft Narendra Modi in Neu-Delhi
Politik

Schweiz und Indien vertiefen Zusammenarbeit bei Präsidialbesuch

Safari-Flugzeug auf einem Flugplatz im Serengeti-Nationalpark
Ausland

Safari-Flugzeug rammt Zebra: Kollision endet für Tier tödlich

Lionel Messi im Trikot der argentinischen Nationalmannschaft
Fussball

Messis letzter Tango für Argentinien: «Wird unvergesslich»

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigt Neuwahlen an
Ausland

Sánchez kündigt Neuwahlen in Spanien an

ImTicker

Navigation

  • Über Uns
  • Werbung
  • Datenschutzbestimmungen
  • Impressum
  • Kontakt Marketing
  • Kontakt Redaktion

Folgen Sie uns

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • ☰
  • SCHWEIZ
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Politik
  • Sport
  • Lifestyle
  • Tiere
  • Wetter

Richtig heizen. Komfort ohne Kälte. Richtig heizen. Komfort ohne Kälte.
Connect Pro Group: Servicequalität mit Struktur und Präzision Connect Pro Group: Servicequalität mit Struktur und Präzision
Werbebanner Mustafa Gartenbau GmbH Mehr als nur Gartenpflege
Mehr Zeit im Freien mit Schatten, der begeistert Mehr Zeit im Freien mit Schatten, der begeistert
Werbebanner Carrosserie B85 Rightside Réparation, peinture et finition automobile en Valais
Sicherheit ist kein Zufall. Sie ist eine Strategie. Sicherheit ist kein Zufall. Sie ist eine Strategie.
Traumbetten nach Wunsch – Wenn Beratung zur Manufaktur wird Traumbetten nach Wunsch – Wenn Beratung zur Manufaktur wird
Rohbau unter Spannung. VOLT-X. Rohbau unter Spannung. VOLT-X.
Webebanner Tahirukaj Smarte Lösungen für Hausbesitzer in Baar & Zug
Werbung MN Storen Bau GmbH Storen und Sonnenschutz Schweiz Sonne im Griff. Komfort im Alltag.
Pro Renova GmbH Rightside Pro Renova entlastet Eigentümer und Verwaltungen
LunaBelle Moon-Vibes für deinen Style. LunaBelle Moon-Vibes für deinen Style.
🏠 StartseiteSchweizAuslandWirtschaftPolitikSportLifestyleTiere
  • Arbeitsunfälle
  • Auto
  • Beauty & Pflege
  • Betrug
  • Börse
  • Classic cars
  • Datenschutz
  • Eishockey
  • Elektrofahrzeuge
  • Fahrzeug
  • Fashion
  • Feuerwehr
  • Flughafen
  • Food
  • Freizeitunfaelle
  • Für Ihn
  • Für Sie
  • Fussball
  • Gefahren & Warnungen
  • Geschwindigkeitskontrollen
  • Gesundheit & Wohlbefinden
  • Health
  • KantoneNews
  • Kantone
  • Klima
  • Liebe & Partnerschaft
  • Lifestyle
  • Medienkonferenz
  • Mode & Stil
  • Motorrad
  • News
  • Podcast
  • Politics
  • Politik
  • Polizei
  • Ratgeber
  • Rega
  • Reise
  • Rückrufe
  • SBB
  • Stau
  • Story
  • Technology
  • Tiere
  • Top News
  • Tötungsdelikt
  • Travel
  • Umwelt
  • Unfälle
  • Unwetter
  • Veranstaltungen
  • Verbrechen
  • Verkehr
  • Verkehrsunfälle
  • Vermisst
  • Wetter
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Wissenschaft & Technik
  • Wohnmobil / Wohnwagen
  • Zeugenaurufe
  • Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel Landschaft
  • Basel Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St. Gallen
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Folgen Sie uns