Ein bedrohlicher Anruf, bewaffnete Täter, mobile Geiselnehmer – drei Kantone im Alarmzustand.
Doch diesmal war es nur eine Übung. Und eine, die es so noch nie gegeben hat.
Was wurde geübt?
Die Polizeikorps der Kantone Thurgau, Tessin und Zug haben Mitte November eine interkantonale Grossübung durchgeführt.
Ziel: Die Bewältigung einer komplexen Sonderlage mit mehreren Tätern, Geiseln und dynamischem Verlauf.
Simuliert wurde:
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Eine mehrfache Geiselnahme und Entführung
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Gleichzeitige Lagemeldungen in Tessin und Zug
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Ausdehnung der Lage in den Kanton Thurgau
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Täter agieren mobil, was taktische Koordination erschwert
Ablauf & Herausforderung
Mehrtägige Einsatzsimulation:
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Einsatzorte: verteilt über Thurgau, Zug, Tessin
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Spezialkräfte: aus allen drei Kantonen plus Konkordatsunterstützung
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Koordination: länderübergreifende Einsatzführung, Kommunikation & Reaktionsketten
Die Polizei musste sieben Täter lokalisieren, überwachen und festnehmen.
Alle Geiseln wurden im Szenario erfolgreich befreit.

Zusammenarbeit auf Probe
Im Zentrum der Übung stand:
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Kommunikation zwischen Führungsstäben
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Informationsfluss über Kantonsgrenzen hinweg
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Taktische Entscheidungsprozesse und Zugriffstechnik
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Einsatzkoordination über unterschiedliche Systeme
„Die Zusammenarbeit war hoch professionell – ein realistischer Test für den Ernstfall“, so das gemeinsame Fazit der Kommandanten.
Was bringt so eine Übung?
Wichtig für den Ernstfall:
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Sonderlagen sind selten vorhersehbar
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Täter agieren immer häufiger mobil und kantonsübergreifend
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Nur geübte Abläufe können im Ernstfall Leben retten
Die Prozesse, Einsatzmittel und Kommunikationssysteme werden nun auf Basis der Erkenntnisse evaluiert und weiterentwickelt.
Geiselnahme, Entführung, Zugriff – was klingt wie ein Actionfilm, war in Wahrheit eine gut geplante Sicherheitsübung.










