Eine Reise, ein Drink – und plötzlich Lebensgefahr
Was harmlos beginnt, kann tödlich enden: Ein Cocktail auf Reisen, ein Willkommensschnaps im Hotel – und dann kommt die Diagnose: Methanolvergiftung.
Das britische Aussenministerium hat nun elf weitere Länder auf seine globale Warnliste gesetzt. Der Grund: ein deutlicher Anstieg schwerer Vergiftungen durch verunreinigte Spirituosen.
Welche Länder neu auf der Liste stehen
Betroffen sind laut bbc.com jetzt auch:
Bangladesch, Indien, Iran, Jordanien, Libyen, Malawi, Malaysia, Marokko, Nepal, Papua-Neuguinea und Ruanda.
In diesen Ländern wurden vermehrt Methanolfälle registriert – häufig mit tragischem Ausgang. Bereits zuvor standen unter anderem Mexiko, Nigeria, Japan, Russland, Ecuador, Peru und Uganda auf der Liste.
Die Warnung richtet sich insbesondere an Rucksacktouristen, Individualreisende und junge Urlauber, die ausserhalb regulierter Lokale konsumieren.
Methanol – unsichtbar, geruchlos, tödlich
Methanol ist ein farbloser, giftiger Alkohol, der in Frostschutzmitteln, Reinigern und Industrieprodukten verwendet wird. Er hat in Getränken nichts verloren – doch in einigen Ländern wird er illegal beigemischt, um Herstellungskosten zu senken.
Ein tückisches Detail: Methanol hat keinen Geschmack oder Geruch. Bereits kleine Mengen können innert 12–48 Stunden zu Erblindung oder sogar zum Tod führen.
Die Symptome reichen von:
-
ungewöhnlich starkem Kater
-
Übelkeit und Erbrechen
-
Sehproblemen bis hin zu Blindheit
-
Krampfanfällen und Koma
Was Reisende jetzt beachten sollten
Hamish Falconer, britischer Aussenminister, rät Reisenden:
„Bleiben Sie in vertrauenswürdigen Lokalen, meiden Sie Freigetränke und lehnen Sie selbstgebrannten Alkohol konsequent ab.“
Die Regierung hat eine Aufklärungskampagne gestartet, um über Risiken und erste Warnzeichen zu informieren. Ärztliche Hilfe sollte sofort gesucht werden, wenn Symptome wie Sehstörungen oder Schwindel auftreten.
Die komplette Warnliste der betroffenen Länder
Hier sind die aktuell vom britischen Aussenministerium als risikobehaftet eingestuften Länder:
Brasilien, Bangladesch, Kambodscha, Costa Rica, Ecuador, Fidschi, Indien, Indonesien, Iran, Japan, Jordanien, Kenia, Laos, Libyen, Malawi, Malaysia, Mexiko, Marokko, Nepal, Nigeria, Papua-Neuguinea, Peru, Russland, Ruanda, Thailand, Türkei, Uganda, Vietnam
Fazit: Vorsicht statt Verzicht
Wer reist, will erleben – aber sicher.
Methanolvergiftungen sind vermeidbar, wenn man aufmerksam ist. Offene Flaschen meiden, nur in lizenzierten Lokalen konsumieren und bei Unsicherheit lieber auf Nummer sicher gehen.










