Wer über Auffahrt oder Pfingsten Richtung Süden reist, braucht dieses Jahr vor allem eines: Geduld.
Am Gotthard drohen erneut kilometerlange Staus – und laut TCS könnte es an Pfingsten sogar noch schlimmer werden als an Auffahrt.
Besonders betroffen sind Reisende Richtung Italien.
Bereits ab Mittwoch droht Stau am Gotthard
Der grosse Reiseverkehr startet laut Prognosen bereits am Mittwoch vor Auffahrt.
Schon ab Mittag dürfte sich vor dem Gotthard-Nordportal die erste Kolonne bilden.
Mit längeren Wartezeiten rechnen Experten insbesondere am Donnerstagvormittag ab acht Uhr.
Im vergangenen Jahr erreichte der Stau eine Länge von bis zu elf Kilometern.
2024 waren es zeitweise sogar 16 Kilometer.
Diese Zeiten gelten als besonders kritisch
- Mittwoch vor Auffahrt ab Mittag
- Donnerstagmorgen ab 8 Uhr
- Sonntag nach dem Mittag Richtung Norden
Für die Rückreise könnte sich die Kolonne am Sonntag auf bis zu zehn Kilometer ausdehnen.
Der TCS empfiehlt deshalb:
- Hinfahrt möglichst nachts oder am Freitagmorgen
- Rückreise vor 10 Uhr oder spät in der Nacht
An Pfingsten wird noch mehr Geduld nötig
Noch schwieriger dürfte die Situation am Pfingstwochenende werden.
Vor allem am Samstagmorgen wird vor dem Gotthard-Nordportal mit massivem Verkehr gerechnet.
In den vergangenen Jahren stauten sich die Fahrzeuge bis mittags auf bis zu 20 Kilometer.
Die Wartezeit lag dabei teilweise bei mehr als dreieinhalb Stunden.
Darum könnte es diesmal besonders voll werden
Zusätzlich zum Feiertagsverkehr beginnen:
- in den Niederlanden die Frühlingsferien
- in sechs deutschen Bundesländern die Ferien
Dadurch wird deutlich mehr Transitverkehr Richtung Süden erwartet.
Die Rückreise am Pfingstmontag verlief dagegen zuletzt vergleichsweise ruhig.
Dennoch rät der TCS auch hier zu Fahrten in den frühen Morgenstunden oder spät abends.
Brenner-Sperrung könnte zusätzliche Probleme bringen
Eine Woche nach Pfingsten könnte sich die Situation weiter verschärfen.
Grund dafür ist eine angekündigte Demonstration auf der Brennerautobahn.
Die Strecke soll am Samstag zwischen 11 und 19 Uhr vollständig gesperrt werden.
Dadurch könnten viele Reisende auf andere Alpenrouten ausweichen.
Betroffen sein könnten insbesondere:
- Gotthard-Route
- San Bernardino-Route
- weitere Nord-Süd-Achsen
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Diese Alternativrouten empfehlen die Experten
Wer Staus am Gotthard vermeiden möchte, sollte alternative Strecken prüfen.
San Bernardino als wichtigste Ausweichroute
Für Reisende aus Zürich und der Ostschweiz empfiehlt sich die A13 via San Bernardino.
Das Bundesamt für Strassen ASTRA empfiehlt diese Route, sobald:
- die Wartezeit über eine Stunde liegt
- der Stau länger als sechs Kilometer ist
Allerdings kann es auch dort zu Verzögerungen kommen.
Gotthardpass öffnet rechtzeitig
Entlastung könnte die geplante Öffnung des Gotthardpasses bringen.
Diese ist laut Behörden auf den Mittwoch vor Auffahrt vorgesehen.
Der Grosse St. Bernhard bleibt dagegen noch bis Juni wintersperrt.
Auch Westschweizer Routen stark belastet
Reisende aus der Westschweiz Richtung Italien dürften ebenfalls mehr Verkehr erleben.
Betroffen sind insbesondere:
- Mont-Blanc-Tunnel
- Grosser-St.-Bernhard-Tunnel
Beide Tunnel sind kostenpflichtig.
Zusätzlich gibt es Einschränkungen beim Simplon-Autoverlad.
Wegen Sanierungsarbeiten verkehren die Autozüge dort bis zum 28. Mai nur im Zweistundentakt.
So vermeidest du lange Wartezeiten
Der TCS empfiehlt flexible Reisezeiten.
Wer kann, sollte:
- Stosszeiten meiden
- früh morgens oder spät abends fahren
- Verkehrslage live prüfen
- Alternativrouten vorbereiten
- genügend Pausen einplanen
Gerade Familien und Ferienreisende sollten zusätzliche Zeitreserven einkalkulieren.
Fazit
Rund um Auffahrt und Pfingsten steht der Schweiz erneut ein intensives Reisewochenende bevor.
Vor allem am Gotthard müssen Autofahrerinnen und Autofahrer mit langen Kolonnen und mehreren Stunden Wartezeit rechnen.
Wer flexibel plant und alternative Routen nutzt, kann den grössten Verkehrsspitzen zumindest teilweise entgehen.






