Recherche wirft Fragen auf
Eine Recherche des Konsumentenmagazins «Saldo» sorgt für Diskussionen. Demnach sollen über den Onlinehändler Galaxus Produkte verkauft worden sein, die ursprünglich von der chinesischen Plattform Temu stammen – allerdings zu deutlich höheren Preisen.
Galaxus betont, den Vorfall ernst zu nehmen und Konsequenzen zu prüfen.
Kartoffelmesser als Beispiel
Laut der Recherche von «Saldo» wurde auf Galaxus ein Kartoffelmesser der Marke Fischer² angeboten, das bei der Lieferung noch eine Etikette mit einem Hinweis auf Temu getragen haben soll.
Der Preisunterschied fiel deutlich aus:
- Temu: 2.91 Franken
- Galaxus: 14.90 Franken
Damit kostete das Produkt auf Galaxus mehr als das Fünffache des Temu-Preises.
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Galaxus verweist auf Marktplatz-System
Der Onlinehändler Digitec Galaxus erklärte gegenüber Medien, dass der betroffene Artikel von einem externen Marktplatzpartner angeboten worden sei.
Bei diesem Modell – häufig als Dropshipping bezeichnet – verkaufen Drittanbieter ihre Produkte über die Plattform, während Versand und Beschaffung direkt über den Händler erfolgen.
Galaxus betont, dass Verstösse gegen die eigenen Richtlinien nicht toleriert würden.
Produkt inzwischen entfernt
Nach Bekanntwerden des Falls wurde das Kartoffelmesser aus dem Sortiment entfernt.
Nach Angaben des Unternehmens droht Marktplatzpartnern der Ausschluss, wenn sie gegen Vorgaben verstossen oder gefälschte beziehungsweise falsch deklarierte Produkte anbieten.
Was bedeutet Dropshipping?
Beim Dropshipping bieten Händler Produkte an, ohne diese selbst zu lagern. Stattdessen werden Bestellungen direkt vom Lieferanten – häufig aus dem Ausland – an die Kundschaft versendet.
Das Modell ist legal, kann aber zu grossen Preisunterschieden zwischen verschiedenen Verkaufsplattformen führen.






