Frankreich zieht die Schrauben an: Seit 2021 gilt eine Winterreifenpflicht in bestimmten Regionen.
Doch wer mit dem Auto ins Nachbarland reist, ist oft unsicher: Wo genau gelten die Regeln – und was droht bei Missachtung?
Die Regel im Überblick
Seit 1. November 2021 müssen Fahrzeuge in vielen Gebirgsregionen mit Winterreifen oder Schneeketten ausgestattet sein.
Die Pflicht gilt jeweils vom 1. November bis 31. März.
Betroffen sind vor allem Regionen mit hohem Schneerisiko.
Betroffene Regionen
Laut französischem Innenministerium sind aktuell 48 Départements von der Regel betroffen. Dazu zählen:
Alpen (z. B. Haute-Savoie, Savoie, Isère)
Pyrenäen (z. B. Hautes-Pyrénées, Ariège)
Vogesen (z. B. Vosges, Haut-Rhin)
Zentralmassiv (z. B. Cantal, Haute-Loire)
Korsika (Haute-Corse, Corse-du-Sud)
Eine vollständige Karte stellt das französische Innenministerium online bereit: Service-Public.fr.
Welche Reifen sind erlaubt?
Winterreifen (M+S oder 3PMSF-Symbol)
Ganzjahresreifen, sofern sie das Schneeflockensymbol tragen
Schneeketten oder textile Schneesocken als Alternative, wenn keine Winterreifen montiert sind
Sanktionen bei Verstössen
Geldbusse von 135 Euro
Möglicherweise Fahrzeugstilllegung, falls keine passende Ausrüstung vorhanden ist
Bei Unfällen droht zudem eine Mithaftung durch unzureichende Bereifung
Tipps für Reisende
Vor Reiseantritt prüfen, ob die geplante Route durch betroffene Regionen führt
Schneeketten im Kofferraum bereithalten – besonders für Alpenpässe
Frühzeitig Reifenwechsel einplanen, da Werkstätten in der Saison stark ausgelastet sind
Wer im Winter nach Frankreich fährt, sollte die neuen Regeln unbedingt kennen.






