Der Sommerreiseverkehr 2026 hat den Flughafen Zürich und die Swiss erneut stark gefordert. Hohe Nachfrage, Wetterereignisse, Luftraumbeschränkungen und Engpässe bei der europäischen Flugsicherung sorgten für zusätzliche Belastungen. Dennoch blieb der Flugbetrieb laut Flughafen Zürich und Swiss während der Ferienzeit mehrheitlich stabil.
Im Juli nutzten insgesamt 3’334’827 Passagiere den Flughafen Zürich. Das entspricht einem Anstieg von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Swiss beförderte im Juli rund 1,75 Millionen Passagiere.
Zwischen Ende Juni und Mitte August waren bei der Schweizer Airline knapp drei Millionen Fluggäste unterwegs. Das waren 3,4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt führte Swiss während dieser Periode 22’160 Flüge durch.
Der reisestärkste Tag der Sommerferien war der 2. August. An diesem Tag wurden am Flughafen Zürich 121’981 Passagiere gezählt. Fast 62’000 davon reisten mit Swiss.
London, New York und Palma besonders gefragt
Bei den beliebtesten Swiss-Zielen auf der Kurzstrecke standen London, Berlin und Palma de Mallorca an der Spitze. Auf der Langstrecke waren New York, Chicago und Boston besonders gefragt.
Über sämtliche Airlines hinweg entwickelten sich unter anderem die Verbindungen nach Dallas, Istanbul und Delhi besonders stark. Die Zahlen zeigen damit sowohl eine anhaltend hohe Nachfrage nach europäischen Ferienzielen als auch nach internationalen Langstreckenverbindungen.
Der Anteil der Umsteigepassagiere am Flughafen Zürich lag im Juli bei 27,3 Prozent. Damit hatten knapp drei Viertel aller Passagiere ihren Reisebeginn oder ihr Reiseziel in der Schweiz.
Pünktlichkeit bleibt eine Herausforderung
Trotz des weitgehend stabilen Betriebs bleibt die Pünktlichkeit ein wichtiger Problempunkt. Die Abflugpünktlichkeit des gesamten Flugverkehrs am Flughafen Zürich lag im Juli bei 56 Prozent. Damit wurde der Vorjahreswert um fünf Prozentpunkte übertroffen.
Seit Jahresbeginn beträgt die durchschnittliche Abflugpünktlichkeit 66 Prozent. Swiss kam im Hochsommer auf eine durchschnittliche Pünktlichkeit von 58,7 Prozent. Gleichzeitig erreichte die Airline eine Stabilität von 97,1 Prozent.
Allerdings musste Swiss mehr Ausweichlandungen und Annullationen verzeichnen als im Vorjahr. Als Belastungsfaktoren wirkten neben der hohen Nachfrage insbesondere Wetterereignisse, Einschränkungen im europäischen Luftraum, geopolitische Konflikte und Engpässe bei europäischen Flugsicherungsdiensten.
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Sicherheitskontrollen funktionieren weitgehend effizient
Auch die Abläufe innerhalb des Flughafens standen während der Ferienzeit unter hoher Belastung. Laut Flughafen Zürich verliefen die Passagierprozesse jedoch grösstenteils effizient.
Zum Start der Sommerferien waren sämtliche CT-Scanner im Sicherheitskontrollgebäude in Betrieb. Rund 90 Prozent der Passagiere mussten dort weniger als sechs Minuten auf die Sicherheitskontrolle warten.
Anders kann sich die Situation bei der Grenzkontrolle entwickeln. Dort kann es aufgrund eines neuen EU-Systems zur biometrischen Erfassung von Drittstaatsangehörigen situativ zu längeren Wartezeiten kommen.
Flughafen setzt auf Ausbau der Infrastruktur
Für eine langfristige Verbesserung der Stabilität und Pünktlichkeit setzen die Flughafen Zürich AG und ihre Partner auch auf infrastrukturelle Massnahmen.
Dazu gehören unter anderem die geplanten Verlängerungen der Pisten 28 und 32. Zudem sollen Flugrouten stärker entflochten und das bestehende Pistensystem effizienter genutzt werden.
Damit soll der Flughafen auch bei hoher Nachfrage und schwierigen äusseren Bedingungen leistungsfähiger werden. Der Sommer 2026 hat erneut gezeigt, dass insbesondere die Kombination aus starkem Reiseaufkommen und externen Störungen die Luftfahrt vor grosse Herausforderungen stellt.





