Nicht jede Beeinträchtigung ist sichtbar – doch jede verdient Rücksicht.
Ab dem 1. November 2025 führt der Flughafen Zürich das international bekannte Sunflower Lanyard ein – ein grünes Umhängeband mit Sonnenblumenmotiv, das Menschen mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen hilft, diskret Unterstützung zu signalisieren.
Damit setzt der grösste Flughafen der Schweiz ein deutliches Zeichen für Inklusion und Empathie im Reisefluss.
Ein internationales Symbol kommt in die Schweiz
Das Sunflower Lanyard wurde ursprünglich in Grossbritannien eingeführt und hat sich weltweit etabliert – von Flughäfen über Bahnhöfe bis hin zu öffentlichen Einrichtungen.
Es richtet sich an Personen mit nicht sichtbaren Einschränkungen wie:
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Autismus-Spektrum-Störungen
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ADHS
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Demenz
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Epilepsie
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Tourette-Syndrom
Diese Beeinträchtigungen sind oft unsichtbar, können jedoch in stressigen oder lauten Umgebungen grosse Herausforderungen darstellen – etwa an Flughäfen.
Mit dem Sonnenblumenband können Betroffene dezent signalisieren, dass sie beim Reisen mehr Zeit, Geduld oder Verständnis benötigen.
So funktioniert das Sunflower Lanyard
Das Tragen des grünen Sonnenblumenbands ist freiwillig und kostenlos.
Es berechtigt nicht zu speziellen Serviceleistungen, erleichtert jedoch die Kommunikation zwischen Passagier:innen und Personal.
Erhältlich ist das Lanyard an:
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Check-in 1: PRM Pick-up Point (Treffpunkt für Reisende mit eingeschränkter Mobilität)
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Check-in 2: PRM Pick-up Point
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Informationsschalter Ankunft 2
Zitat von Ronny Roth, Head Passenger Operations, Flughafen Zürich AG:
„Mit der Einführung des Sunflower Lanyards leisten wir einen weiteren Beitrag für mehr Inklusion am Flughafen Zürich. Dieses einfache Symbol erleichtert betroffenen Passagieren die Kommunikation und gibt unseren Mitarbeitenden Orientierung für einen sensiblen Umgang.“
Schulung für Mitarbeitende
Damit das Projekt gelingt, wurden die Mitarbeitenden des Flughafens und der Partnerunternehmen geschult.
Sie lernen, auf Lanyard-Träger:innen achtsam, diskret und respektvoll einzugehen.
Das Ziel:
Ein ruhigeres, verständnisvolles Reiseerlebnis für Menschen, deren Beeinträchtigungen nicht auf den ersten Blick sichtbar sind.
Der Flughafen Zürich schliesst sich damit einem globalen Netzwerk an, das bereits an über 200 internationalen Flughäfen aktiv ist – darunter London Heathrow, Amsterdam Schiphol und Frankfurt.









