Was als gemütliche Anreise ins Melchtal begann, endete in einer spektakulären Fehlfahrt:
Ein Reisebus ignorierte ein Fahrverbot und blieb auf einer engen Bergstrasse hängen.
Die 22 Passagiere hatten Glück – der Vorfall hätte leicht schlimmer ausgehen können.
Der bizarre Zwischenfall in Flüeli-Ranft
Falsche Route durch Navigationssystem
Am Sonntagabend, 30. November 2025, gegen 19 Uhr, geriet ein kroatischer Reisebus auf der Bergerenwaldstrasse in Flüeli-Ranft (OW) in eine missliche Lage.
Das Navigationssystem des Fahrers leitete ihn fälschlicherweise über die gesperrte Bergstrasse Richtung Melchtal.
Die Strasse ist jedoch klar signalisiert mit:
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allgemeinem Fahrverbot,
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maximalem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen,
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und engen Kurven mit Holzpfostenbegrenzung.
Trotzdem fuhr der Chauffeur weiter.

Bus bleibt auf Bergstrasse stecken
Der grosse Reisebus kollidierte mehrfach mit Begrenzungspfosten und kam schliesslich im Bereich Bord vollständig zum Stillstand.
Das linke Hinterrad hing über dem Fahrbahnrand – der Bus war blockiert und konnte sich nicht mehr bewegen.
Keine Verletzten – aber aufwendige Bergung
Passagiere unverletzt
Die 22 asiatischen Touristen sowie der Buschauffeur konnten das Fahrzeug unverletzt verlassen.
Sie wurden vor Ort betreut und später in Sicherheit gebracht.
Grosseinsatz der Feuerwehr
Die Bergung des tonnenschweren Reisebusses erwies sich als aufwendig:
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Die Stützpunktfeuerwehr Sarnen
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sowie der Forst Sachseln
waren über Stunden im Einsatz, um das Fahrzeug zu sichern und anschliessend zu bergen.

Polizei ermittelt – Chauffeur muss Bussendepositum zahlen
Die Kantonspolizei Obwalden klärt nun ab, warum der Fahrer die klaren Verkehrssignale ignorierte.
Der Chauffeur musste ein Bussendepositum hinterlegen.
Im Einsatz standen auch der Rettungsdienst Obwalden und mehrere Spezialfahrzeuge zur Unterstützung der Bergung.
Eine falsche Route, ein riskantes Manöver – und ein Glück im Unglück.
Dieser Vorfall zeigt, wie wichtig es ist, Verkehrszeichen ernst zu nehmen – selbst wenn das Navi anderes sagt.










