Drei über 80-jährige Ordensfrauen hatten im Herbst ihr Seniorenzentrum verlassen, um in ihr früheres Klosterleben zurückzukehren. Daraus entstand ein monatelanger Streit mit dem leitenden Abt. Nun scheint der Konflikt entschieden.
In den USA ist ein ungewöhnlicher Kirchenkonflikt zu Ende gegangen: Drei hochbetagte Ordensschwestern, alle über 80 Jahre alt, hatten im September ihre Senioreneinrichtung verlassen und versucht, in ihr früheres Ordenshaus zurückzukehren.
Ihr überraschender Schritt löste einen zähen Streit mit dem Abt aus, der die Gemeinschaft leitet.
Die Nonnen erklärten damals, sie wollten wieder ein kontemplatives klösterliches Leben führen – ohne Betreuungseinrichtung, dafür in Gemeinschaft und Stille. Der Abt ordnete jedoch an, dass sie in die Pflegeeinrichtung zurückgebracht werden sollen, da sie offiziell dort eingegliedert seien und aus Gesundheits- sowie Sicherheitsgründen nicht alleine leben könnten.
Monate langer Stillstand – jetzt ist der Entscheid gefallen
Nach mehreren Wochen juristischer Abklärungen, kirchenrechtlichen Gesprächen und teils heftigen öffentlichen Reaktionen ist der Streit laut US-Medien nun beigelegt.
Die Behörden wie auch kirchliche Verantwortungsträger geben dem Abt recht: Die Schwestern müssen in die betreute Einrichtung zurückkehren.
Offizielle Begründungen umfassen:
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eingeschränkte Selbstständigkeit der betagten Schwestern
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Sicherheitsrisiken beim alleinigen Leben im Kloster
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Verpflichtungen der Ordensgemeinschaft gegenüber ihren Mitgliedern
Die drei Nonnen hätten den Entscheid laut Berichten inzwischen akzeptiert.
Der Fall sorgte international für Aufmerksamkeit
Dass drei über 80-jährige Ordensfrauen quasi „ausbrachen“, ging weltweit durch die Medien.
Kirchenrechtsexperten betonten, dass Ordensmitglieder zwar spirituell autonom sind, aber rechtlich an ihre Gemeinschaft gebunden bleiben.
Der Vorfall hat nun eine breitere Diskussion ausgelöst:
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Umgang mit alternden Ordensmitgliedern
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Selbstbestimmung in religiösen Institutionen
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Grenzen zwischen Fürsorge und Freiheit
Der Orden selbst äusserte sich versöhnlich und sprach von einer „Lösung im Sinne der Schwestern und ihrer Gesundheit“.










