Ein politisches Tauziehen um Millionen:
Während die Wirtschaftskommission noch Ja sagte, zieht die Finanzkommission die Notbremse – und verweigert Stahl Gerlafingen die Hilfe.
Doch gleichzeitig fliessen Millionen in die medizinische Grundversorgung.
Finanzkommission gegen Unterstützung
Die kantonsrätliche Finanzkommission (FIKO) lehnte am 25. September 2025 den geplanten Unterstützungsbeitrag von 4,589 Millionen Franken für die Stahl Gerlafingen AG ab.
Mehrheit: Gegen Subventionen an Einzelunternehmen
Begründung: 4,5 Mio. seien für den Kanton viel Geld
Strukturelle Probleme des Unternehmens würden damit nicht gelöst
Eine Minderheit der Kommission sprach sich hingegen für die Unterstützung aus:
Argument: Systemrelevanz des Stahlwerks
Hinweis: Nur mit kantonalem Beitrag würde auch der Bund Gelder freigeben
Risiko: Ohne Beitrag entgingen Stahl Gerlafingen 13,768 Millionen Franken Entlastungsgelder
Mehr Geld für die medizinische Grundversorgung
Parallel entschied sich die FIKO für ein anderes Millionenpaket:
15,990 Millionen Franken Zusatzkredit bewilligt
Zweck: Entlastung im Bereich der medizinischen Grundversorgung
Der Kredit soll:
den Betrieb der Notfallstationen zu Randzeiten sichern
die Weiterbildung von Assistenzärztinnen und -ärzten finanzieren
die Zertifizierung der Solothurner Spitäler AG als Weiterbildungsstätte erhalten
Die Abstimmung fiel nur mit einer äusserst knappen Mehrheit zugunsten des Zusatzkredits aus.
Politische Brisanz
Der Entscheid sorgt für Diskussionen:
Einerseits wird Industrieunterstützung verweigert
Andererseits fliesst mehr Geld ins Gesundheitswesen
Das Signal ist klar: Priorität für medizinische Versorgung statt Unternehmenssubventionen.






