Ein Buckelwal liegt seit Montag auf Grund – bisherige Rettungsversuche scheiterten.
Heute soll nun schweres Gerät helfen, das riesige Tier wieder ins tiefe Wasser zu bringen.
Die Aktion könnte entscheidend für das Leben des Wals sein.
Grosse Bagger sollen helfen
Am Mittwochabend traf ein schwimmfähiger Schaufelbagger am Timmendorfer Strand ein. Ein zweiter sollte noch am Abend folgen.
- Ziel: 50 Meter lange, 6 Meter breite und 1,20 Meter tiefe Rinne vor dem Kopf des Wals graben
- Stabilisierung durch Pontons
- Einsatz wie Amphibienfahrzeug auf Land und Wasser
„So muss sich das Tier nicht drehen, um wegzukommen“, erklärt Carsten Mannheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd.
Besonders herausfordernd seien Wind, Strömung und stürmisches Wetter. Laut Experten des Deutschen Meeresmuseums sind die Überlebenschancen des Wals derzeit gering – sein Allgemeinzustand und Hautzustand seien besorgniserregend.
Ein Tier von beeindruckender Grösse
Messungen zeigen: Der Buckelwal ist 12–15 Meter lang und wiegt rund 15 Tonnen, deutlich mehr als zunächst angenommen.
In der Ostsee gibt es keine starke Tide, die das Tier zurück ins tiefe Wasser spülen könnte, was die Rettung erschwert.
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Frühere Rettungsversuche gescheitert
- Montag: Entdeckung auf der Sandbank bei Niendorf
- Dienstag: Rettung mit kleinem Saugbagger gescheitert – Sand zu fest
- Versuche mit Polizeibooten, Wellen zu erzeugen, brachten keinen Erfolg
„Bisherige Aktionen mussten abgebrochen werden, um den Wal nicht weiter zu stressen“, so Stephanie Gross vom ITAW.
Beobachtungen vor Ort
- Etwa 100 Meter vor der Seebrücke stehen Absperrungen und Polizei
- Wal atmet regelmässig, kleine Fontainen spritzen aus seinem Kopf
- See- und Möwenvögel lassen sich auf dem Rücken nieder
Buckelwale können bis zu 30 Tonnen wiegen und 90 Jahre alt werden. Ihre langen Brustflossen – Flipper genannt – erreichen ein Drittel der Körperlänge.
Quelle: gmx.ch







