Zwei mutmassliche IS-Mitglieder festgenommen – und das mitten in Deutschland.
Was gestern geschah, sorgt für neue Fragen zur Sicherheit im Land.
Die Ermittler schlugen gleichzeitig in mehreren Bundesländern zu – ein Einsatz, der zeigt, wie ernst die Lage ist.
Grosseinsatz gegen mutmassliche Terrorzelle
Die Festnahmen am 2. Dezember 2025 stehen im Zusammenhang mit einem gross angelegten Ermittlungsverfahren gegen fünf Beschuldigte.
Beamte des Bundeskriminalamts nahmen die beiden Hauptbeschuldigten – Muthana S. und Kais S. J. – in Trier und Delbrück fest.
Parallel wurden Wohnungen in:
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Trier
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Delbrück
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Köln
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Chemnitz
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Wittmund (Niedersachsen)
durchsucht.
Worum geht es konkret?
Die Bundesanwaltschaft wirft den beiden irakischen Staatsangehörigen vor, Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat (IS)“ gewesen zu sein.
Die Beschuldigten sollen:
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2016 und 2017 mehrere Monate für den IS tätig gewesen sein
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im Irak aktiv gewesen sein
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unterschiedliche Rollen innerhalb der Organisation eingenommen haben
Laut generalbundesanwalt.de wird Kais S. J. vorgeworfen, sich unter anderem für ein IS-Scharia-Komitee betätigt zu haben, während Muthana S. als Kämpfer eingesetzt gewesen sein soll.
Juristische Grundlage der Festnahmen
Die Festnahmen stützen sich auf Haftbefehle des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 24. November 2025.
Beide Männer wurden dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
Rechtsgrundlagen sind u.a.:
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§ 129a Abs. 1 Nr. 1 StGB (Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung)
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§ 129b Abs. 1 StGB (Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung)
Warum der Einsatz jetzt?
Die Ermittlungen verdichteten sich in den vergangenen Wochen so weit, dass die Behörden ein sofortiges Einschreiten für erforderlich hielten.
Die Durchsuchungen bei fünf weiteren Beschuldigten sollen nun weitere Beweise sichern.










