Ein Moment der Ablenkung – und das Geld war weg
Am Samstagnachmittag, dem 24. Januar 2026, kam es in der Ostschweiz zu einer Serie von Trickdiebstählen an Bankautomaten. Ziel der Täter: Die Bankkarten von ahnungslosen Personen – und deren dazugehörige PIN-Codes.
Drei Männer, die mit derselben Masche unterwegs waren, wurden in Rorschach festgenommen. In ihrem Fahrzeug fand die Polizei gestohlene Karten und Bargeld, das vermutlich von den Konten der Opfer stammt.
So funktionierte der Trick
In der Region Bodensee-Rheintal sprachen die Männer mehrere Personen an, die gerade dabei waren, am Bankomaten Geld zu beziehen oder einzuzahlen. Mit einer scheinbar hilfsbereiten Geste wiesen sie darauf hin, dass die Transaktion angeblich fehlgeschlagen sei – und baten die Betroffenen, die Karte nochmals einzustecken.
Währenddessen beobachteten sie unauffällig die Eingabe des PIN-Codes. Im entscheidenden Moment wurde die Karte unbemerkt entwendet – während die Täter vorgaben, dass sie vom Automaten „eingezogen“ worden sei.
Wenig später erfolgten Bargeldbezüge an weiteren Automaten – diesmal mit der gestohlenen Karte.
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Festnahme dank Zeugen und Fahndungserfolg
Ein Hinweis auf ein verdächtiges Fahrzeug brachte die Ermittlungen der Kantonspolizei St.Gallen in Fahrt. Kurz vor 17 Uhr wurde das Auto in Rorschach gestoppt. Darin: Drei Männer im Alter von 37, 38 und 48 Jahren – alle französische Staatsangehörige.
Was die Ermittler im Fahrzeug fanden, spricht für sich: Bargeld und mehrere gestohlene Bankkarten, versteckt im Dachhimmel des Autos.
Verdacht auf weitere Straftaten
Laut Polizei handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Die drei Verdächtigen dürften für mehrere gleichgelagerte Delikte im Kanton St.Gallen verantwortlich sein. Die Staatsanwaltschaft leitet die Ermittlungen, parallel dazu prüft das Migrationsamt allfällige ausländerrechtliche Massnahmen.
Prävention: So schützt du dich
Die Masche ist nicht neu – aber immer wieder effektiv. Wichtig ist:
Niemals Hilfe von Fremden bei Bankautomaten annehmen
Bei verdächtigem Verhalten sofort abbrechen
PIN immer verdeckt eingeben
Bei Kartenverlust: Karte sofort sperren (z. B. über 117 oder die Sperr-App)
Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte sich umgehend bei der nächsten Polizeistelle melden.










