Schock nach Dynamo-Hertha-Spiel
Das Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC endete nicht nur sportlich spannend, sondern auch mit massiven Ausschreitungen von Fans.
Innenminister Armin Schuster zeigte sich tief betroffen:
„Meine Geduld hat hier endgültig ein Ende.“
Die Vorkommnisse stehen symbolisch für eine „Gewaltfolklore“ in deutschen Fussballstadien und werfen die bisherigen Verhandlungen mit DFB und DFL in Frage. Laut gmx.ch befeuern die Ausschreitungen nun die gesamte Debatte um Fan-Verhalten und Stadionverbote.
Krawalle und Polizeieinsatz
- Rund 750 Polizisten aus Bayern, Thüringen und Sachsen verhinderten einen Spielabbruch
- Pyrotechnik von beiden Fangruppen gezündet
- Vermummte Dynamo-Anhänger stürmten den Hertha-Block
- Hertha-Fahne wurde abgebrannt
- Schiedsrichter Sven Jablonski unterbrach das Spiel mehrfach
Die Gäste aus Berlin gewannen 1:0, mehrere Ermittlungsverfahren gegen Fans sind anhängig.
Reaktionen von Vereinen und Funktionären
Dynamo Dresden:
- Geschäftsführer Sören Gonther: Ausschreitungen torpedieren die Arbeit mit Fanvertretern
- Kaufmännischer Geschäftsführer Stephan Zimmermann: „Bilder nicht akzeptabel, schaden dem gesamten Fussball in Deutschland“
Hertha BSC:
- Geschäftsführer Peter Görlich: Vorkommnisse „Wasser auf die Mühlen der Kritiker“
- Trainer Stefan Leitl: „Schande für den deutschen Fussball“
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Historie von Dynamo-Fan-Krawallen
- 1991: Europapokalspiel gegen Roter Stern Belgrad abgebrochen
- 2011: Relegationsspiel gegen VfL Osnabrück beinahe abgebrochen
- 2021: Nach Aufstieg in 2. Liga Ausschreitungen gegen Türkgücü München, 185 verletzte Polizisten
- 2022: Relegationsspiel gegen Kaiserslautern 0:2 – erneute Ausschreitungen
Konsequenzen für Politik und Innenministerkonferenz
Innenminister Schuster kündigte an, die Ergebnisse der Spielaufarbeitung persönlich prüfen zu lassen.
Die kommende Innenministerkonferenz im Juni werde auch davon geprägt, wie hart Konsequenzen für Clubs und Fans gezogen werden.







