Ältere Menschen gezielt ins Visier genommen
Ermittlern ist in der Westschweiz ein Schlag gegen eine mutmassliche Betrugsgruppe gelungen. Zwischen dem 13. und 14. Juni 2026 wurden in mehreren französischsprachigen Kantonen insgesamt sieben Personen festgenommen.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, ältere Menschen mit der Masche der falschen Polizisten um Bargeld und Schmuck gebracht zu haben.
Der bekannte Schaden beläuft sich auf mehr als 88’000 Franken.
Festnahmen in mehreren Kantonen
Die ersten beiden Verdächtigen wurden nach einem Betrugsfall im Kanton Neuenburg festgenommen.
Weitere Festnahmen folgten in:
- Morgins (VS)
- Fleurier (NE)
- Genf
- Yverdon (VD)
Die Ermittlungen erfolgten in Zusammenarbeit verschiedener Polizeibehörden und des Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit.
Bargeld und Schmuck sichergestellt
Nach Angaben der Ermittler konnten bei den Einsätzen erhebliche Werte sichergestellt werden.
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Sichergestellte Beute
- rund 50’000 Franken Bargeld und Schmuck aus mehreren Fällen
- weitere 10’500 Franken Bargeld
- zusätzlicher Schmuck aus Betrugsdelikten
Ein Teil des Deliktsguts wurde direkt in Fahrzeugen der mutmasslichen Täter gefunden.
Junge Tatverdächtige
Bei den Festgenommenen handelt es sich um:
- vier Frauen
- drei Männer
Mit Ausnahme eines 21-jährigen Schweizers aus dem Kanton Waadt sind alle französische Staatsangehörige im Alter zwischen 18 und 23 Jahren.
Eine Frau befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
So funktioniert die Betrugsmasche
Bei der Methode geben sich Täter häufig als Polizisten oder Bankmitarbeitende aus.
Typische Vorwände sind:
- angebliche Bankprobleme
- laufende Ermittlungen
- drohender Verlust von Vermögenswerten
- vermeintliche Notfälle
Die Opfer werden dabei unter Zeitdruck gesetzt und zur Herausgabe von Bargeld, Schmuck oder Bankkarten bewegt.
Polizei ruft zur Vorsicht auf
Die Behörden erinnern an wichtige Schutzmassnahmen:
- Polizei und Banken verlangen niemals Bargeld oder Schmuck zur Aufbewahrung.
- Bankkarten und PIN-Codes dürfen nie an Dritte weitergegeben werden.
- Verdächtige Anrufe sollten sofort beendet werden.
- Im Zweifel sollte die betreffende Institution direkt über die offizielle Telefonnummer kontaktiert werden.
- Besprechen Sie finanzielle Entscheidungen mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen.






