Monatelang glaubte eine Seniorin aus Graubünden, mit echten Polizisten zu sprechen.
Am Ende verlor sie Geld und Gold im Wert von mehreren hunderttausend Franken.
Jetzt sucht die Kantonspolizei Graubünden dringend Zeugen.
Betrug begann mit einem Telefonanruf
Bereits im Oktober 2025 wurde die ältere Frau erstmals telefonisch kontaktiert.
Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein angeblicher Polizist.
Mit erfundenen Geschichten und gezielter Manipulation gelang es der Täterschaft offenbar, das Vertrauen der Seniorin über längere Zeit zu gewinnen.
Die Betrüger überzeugten die Frau schliesslich dazu, Bargeld und Gold zu übergeben.
Mehrere Übergaben in Flims und Chur
Insgesamt kam es laut Kantonspolizei zu vier Übergaben.
Die Frau deponierte Geld und Wertgegenstände an vereinbarten Orten, ohne dabei direkt auf die Täter zu treffen.
Die Übergaben fanden unter anderem hier statt:
- beim Spielplatz Plaids in Flims
- auf dem Friedhof Daleu in Chur
Besonders perfide: Die Übergaben erfolgten an unterschiedlichen Tagen und Orten.
Eine Übergabe fand an einem Donnerstag in Flims statt, eine weitere am Freitag in Chur.
Polizei sucht dringend Zeugen
Nachdem die Seniorin Verdacht schöpfte, meldete sie sich bei der Kantonspolizei Graubünden.
Nun hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Gesucht werden Personen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich der Geld- und Goldübergaben gemacht haben.
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Wer etwas gesehen hat, soll sich melden
Die Polizei bittet insbesondere um Hinweise zu:
- verdächtigen Personen bei den Ablageorten
- auffälligen Fahrzeugen
- ungewöhnlichen Beobachtungen rund um den Spielplatz Plaids
- Personen auf dem Friedhof Daleu in Chur
Hinweise nimmt der Polizeistützpunkt Flims entgegen:
- Telefon: 081 257 74 80
So gehen falsche Polizisten vor
Die Betrugsmasche mit falschen Polizisten beschäftigt Schweizer Behörden seit Jahren.
Oft geben sich Täter am Telefon als Polizeibeamte aus und behaupten beispielsweise:
- Bankkonten seien nicht sicher
- Einbruchserien würden drohen
- Vermögenswerte müssten geschützt werden
- Mitarbeitende von Banken seien verdächtig
Durch Angst und psychologischen Druck werden Betroffene dazu gebracht, Geld oder Schmuck zu übergeben.
Besonders ältere Menschen geraten dabei ins Visier der Täter.
Die wichtigsten Warnsignale
Die Polizei warnt vor folgenden Anzeichen:
- Druck zur sofortigen Handlung
- Aufforderung zur Geheimhaltung
- Übergabe von Bargeld oder Gold
- unbekannte Anrufer mit Polizeigeschichte
- Forderung nach Wertgegenständen
Echte Polizeikorps verlangen niemals Bargeld oder Gold zur Aufbewahrung.
Telefonbetrug bleibt grosses Problem in der Schweiz
Telefonbetrug verursacht in der Schweiz jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe.
Vor allem organisierte Tätergruppen gehen dabei professionell vor.
Die Kantonspolizei Graubünden ruft Angehörige deshalb dazu auf, ältere Familienmitglieder über die Betrugsmasche aufzuklären.
Bereits ein kurzes Gespräch könne helfen, solche Fälle zu verhindern.






