Der Krieg im Nahen Osten spitzt sich dramatisch zu.
Während die USA und Israel Ziele im Iran angreifen, schlägt Teheran zurück – mit Raketen, Drohnen und Cyberattacken.
Ein Militärexperte warnt nun: Einige iranische Raketen könnten sogar europäische Ziele erreichen.
„Der Iran hat zwei Armeen“
Militärexperte Ralph Thiele zeichnet ein klares Bild der Lage.
Der Iran verfüge faktisch über zwei Streitkräfte:
Die reguläre Armee mit rund 400’000 Soldaten
Die Revolutionsgarden mit bis zu 600’000 Kräften inklusive Reserven
Die reguläre Armee sei schlecht ausgerüstet. Viele Systeme stammten noch aus den 1970er-Jahren – darunter alte US-Kampfjets wie F-4 oder F-14.
Die schlagkräftigere Komponente seien die Revolutionsgarden.
Revolutionsgarden und Al-Kuds-Brigaden
Die sogenannten Al-Kuds-Brigaden operieren im Ausland.
Sie unterstützen und trainieren Gruppen wie:
Hisbollah
Hamas
Neben klassischen Milizen setzt Teheran stark auf hybride Kriegsführung:
Drohnenangriffe
Cyberattacken
Desinformationskampagnen
KI-gestützte Sabotage und Deepfakes
Laut gmx.ch erklärte Thiele, dass insbesondere die Raketen grösserer Reichweite strategisch „brandgefährlich“ seien.
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Mehr als 1’000 Drohnen – und Tausende Raketen
Der Iran verfügt über:
Über 1’000 moderne Drohnensysteme (darunter Shahed-Drohnen)
Das grösste Arsenal ballistischer Raketen im Nahen Osten
Reichweiten von bis zu 3’000 Kilometern
Unterirdische Produktions- und Abschussanlagen
Europa in Reichweite?
Nach Einschätzung Thieles könnten bereits heute Raketen Ziele in:
Süddeutschland
Teilen Osteuropas
sogar in der Schweiz
erreichen.
Perspektivisch rechnen selbst US-Analysten mit noch grösseren Reichweiten.
Luftwaffe geschwächt – aber Raketen bleiben Problem
Die iranische Luftwaffe gilt als veraltet.
Weniger als 200 Kampfjets seien einsatzfähig. Moderne russische Luftabwehrsysteme seien bei israelischen Angriffen im Juni 2025 weitgehend zerstört worden.
Doch entscheidend ist laut Thiele nicht die Luftwaffe, sondern:
Mobile Raketen-Abschussplattformen
Unterirdische Lager
Dezentralisierte Infrastruktur
Nach jüngsten Angriffen könnten noch rund 100 mobile Abschussplattformen einsatzfähig sein.
Droht ein langer Krieg?
Die USA verfolgen laut Thiele mehrere Ziele:
Zerstörung weitreichender Raketen
Ausschaltung nuklearer Kapazitäten
Schwächung iranischer Stellvertreter
Kontrolle der Strasse von Hormus
Später womöglich Angriff auf die iranische Führung
US-Präsident Donald Trump sprach von einem Einsatz von vier Wochen.
Thiele widerspricht:
Eine solche Auseinandersetzung werde kaum schnell beendet sein.
Gefahr auch für Europa?
Je länger der Krieg dauert, desto grösser sei das Risiko von:
Terroranschlägen durch Sympathisanten
Cyberattacken auf europäische Infrastruktur
wirtschaftlichen Folgen durch steigende Ölpreise
Die Blockade der Strasse von Hormus hatte bereits kurzfristig massive Auswirkungen auf die Energiemärkte.










