Zwei schwere Erdbeben haben Venezuela innerhalb weniger Sekunden erschüttert und schwere Schäden verursacht. Ein deutscher Geoforscher erklärt, weshalb die Region besonders anfällig für starke Erdstösse ist.
Nach ersten Erkenntnissen kamen mindestens 164 Menschen ums Leben, Hunderte weitere wurden verletzt.
Warum bebte die Erde?
Nach Angaben des Potsdamer Helmholtz-Zentrums für Geoforschung (GFZ) ereigneten sich die Erdbeben entlang einer aktiven Verwerfungszone.
Dort treffen die Karibische und die Südamerikanische Platte aufeinander. Durch ihre ständige Bewegung bauen sich Spannungen auf, die sich regelmässig in Form von Erdbeben entladen.
Zwei Erdstösse innerhalb weniger Sekunden
Fachleute diskutieren derzeit, ob es sich um zwei getrennte Erdbeben oder einen einzigen grossen Bruch handelte.
Laut GMX berichteten Medien, dass das GFZ von zwei Erdstössen im Abstand von rund 30 Sekunden ausgeht. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Magnituden mit 7,2 und 7,5 an, während das GFZ Werte von 7,3 und 7,4 nennt.
Zu den stärksten Beben seit rund 100 Jahren
Nach Einschätzung des Geoforschers Torsten Dahm zählen die aktuellen Erdbeben zu den stärksten in Venezuela seit etwa einem Jahrhundert.
Historisch gab es jedoch noch stärkere Ereignisse:
- 1812: geschätzte Magnitude bis 8,0
- 1900: Magnitude 7,7 bei Caracas
- 1967: Magnitude 6,5
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Schwere Schäden erwartet
Erdbeben dieser Stärke können erhebliche Zerstörungen verursachen.
Wie gross die Schäden ausfallen, hängt unter anderem von der Bauweise der Gebäude und der Bevölkerungsdichte ab.
Da sich die Erdstösse in geringer Tiefe ereigneten, waren die Erschütterungen besonders stark spürbar.
Nachbeben wahrscheinlich
Nach starken Erdbeben treten in der Regel zahlreiche Nachbeben auf.
Bereits wenige Stunden nach den Hauptbeben wurde ein Nachbeben der Magnitude 4,6 registriert.
Experten rechnen damit, dass weitere Erdstösse folgen könnten.
Kein Zusammenhang mit anderen Erdbeben
Zuletzt hatte die Erde auch in Kalifornien und im Raum Neapel gebebt.
Nach Einschätzung der Experten besteht jedoch kein Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen.
Erdbeben entstehen meist unabhängig voneinander an unterschiedlichen Plattengrenzen.






