Ein politisches Erdbeben erschüttert Bangladesch:
Die langjährige Regierungschefin Sheikh Hasina wurde zum Tode verurteilt.
Das Urteil sorgt weltweit für Entsetzen — und könnte das ohnehin instabile Land in eine neue Krise stürzen.
Historisches Urteil: Gericht verurteilt Sheikh Hasina zum Tode
Die frühere Premierministerin Sheikh Hasina wurde in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka wegen der brutal niedergeschlagenen regierungsfeindlichen Proteste des vergangenen Jahres zum Tode verurteilt.
Laut bbc.com betrifft das Urteil auch ihren damaligen Innenminister sowie den Polizeichef des Landes.
Hasina, die sich derzeit im Exil in Indien aufhält, bezeichnete die Entscheidung als politisch motivierten Angriff.
Blutige Proteste und ein massives Vorgehen der Sicherheitskräfte
Bei den studentisch geführten Demonstrationen im vergangenen Jahr eskalierte die Gewalt dramatisch.
Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zu 1’400 Menschen getötet wurden, viele davon durch Schüsse der Sicherheitskräfte.
Mitverurteilt wurden:
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der damalige Innenminister
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der frühere Polizeichef Abdullah al-Mamun (einziger Anwesender)
Das Gericht machte sie alle für das harte Durchgreifen verantwortlich.
Regierung: „Ein historischer Tag“ – Strassen unter Kontrolle
Die Übergangsregierung von Bangladesch sprach von einem „historischen Urteil“ und rief die Bevölkerung zu Ruhe auf.
Gleichzeitig wurden massive Sicherheitsmassnahmen verhängt:
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Tränengas gegen Demonstrierende
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Spezialkräfte in Dhaka stationiert
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Medienwarnungen vor Falschinformationen
Die Lage bleibt angespannt.
Reaktionen aus Gesellschaft und Menschenrechtskreisen
Menschenrechtsaktivistin Shireen Huq kritisierte das Urteil scharf:
„Diese harte Strafe wird den Familien der Getöteten keinen Trost geben. Sie werden ihr niemals verzeihen können.“
Auch internationale Organisationen beobachten die Entwicklung mit Sorge — vor allem angesichts der Frage nach Fairness, Transparenz und der starken Politisierung der Justiz im Land.










