Die westlichen Unterstützer der Ukraine beraten über weitere militärische und politische Hilfen für das von Russland angegriffene Land. Im Mittelpunkt stehen Raketenabwehr, Sicherheitsgarantien und mögliche gemeinsame Militärmanöver. Die Gespräche der sogenannten „Koalition der Willigen“ finden in Paris statt.
Treffen in Paris: Fokus auf Luftabwehr und Sicherheit
Die von Frankreich und Grossbritannien angeführte Koalition der Unterstützerländer kommt in Paris zusammen, um über die weitere Unterstützung der Ukraine zu beraten. Laut GMX geht es bei den Gesprächen unter anderem um die Stärkung der Raketenabwehr sowie mögliche gemeinsame Übungen westlicher Streitkräfte.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt an dem Treffen teil. Ob der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj persönlich an den Beratungen teilnimmt, war zunächst offen.
Ukraine benötigt weitere Patriot-Munition
Ein wichtiges Thema ist die Versorgung der Ukraine mit Munition für Patriot-Flugabwehrsysteme. Diese gelten als besonders wirksam gegen russische ballistische Raketen. Die verfügbaren PAC-3-Lenkflugkörper sind jedoch begrenzt, während die Produktion nur langsam ausgeweitet werden kann.
US-Präsident Donald Trump stellte der Ukraine beim Nato-Gipfel eine mögliche Lizenz zum Bau von Patriot-Munition in Aussicht. Eine solche Lösung würde jedoch erst langfristig Wirkung zeigen.
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Koalition der Willigen mit mehr als 35 Staaten
Der internationalen Koalition gehören inzwischen mehr als 35 Länder an. Die Staaten wollen der Ukraine im Falle eines weiteren russischen Angriffs langfristige Unterstützung zusichern.
Zudem wurden Pläne für eine mögliche internationale Truppe entwickelt. Diese könnte nach einem Waffenstillstand unter anderem bei der Ausbildung ukrainischer Soldaten sowie bei der Sicherung des Luftraums und der Seegebiete helfen.
Russland lehnt eine Stationierung ausländischer Truppen in der Ukraine ab und fordert ein Mitspracherecht bei Sicherheitsfragen.
EU diskutiert neue Sanktionen gegen Russland
Vor dem Treffen in Paris beraten die EU-Aussenminister in Brüssel über weitere Massnahmen gegen Russland. Geplant sind neue Sanktionen gegen Personen, Unternehmen und Organisationen.
Offen ist weiterhin, ob ein umfangreicheres Paket mit Handelsbeschränkungen bereits beschlossen werden kann. Die Verhandlungen darüber laufen noch.
Deutschland wird durch Aussenminister Johann Wadephul (CDU) vertreten. Auch der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha nimmt an den Gesprächen teil.
Kämpfe an der Front gehen weiter
Während die diplomatischen Gespräche laufen, dauern die Kämpfe in der Ukraine an. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs konzentrieren sich russische Angriffe zuletzt unter anderem auf die Regionen rund um Kostjantyniwka, Kramatorsk und Slowjansk.
Russland habe dabei auch zahlreiche Gleitbomben eingesetzt. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben liegt derzeit nicht vor.





