Die Spannungen nehmen zu – doch nun soll gesprochen werden.
Im Streit um Grönland kündigt Donald Trump überraschend ein Treffen in der Schweiz an.
Trump plant Gespräche in Davos
Im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos angekündigt. Den geplanten Gesprächen sei ein Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte vorausgegangen, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Laut gmx.ch sollen die Gespräche am Rande des derzeit laufenden Weltwirtschaftsforums (WEF) stattfinden. Trump wird am Mittwoch im Schweizer Alpenort erwartet, wo er noch am selben Tag eine Rede halten will. Welche Vertreter konkret an dem Treffen teilnehmen, liess der Republikaner offen.
Grönland „von entscheidender Bedeutung“
Trump bekräftigte erneut, dass die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland für die internationale und nationale Sicherheit der USA zentral sei.
„Es gibt kein Zurück – darin sind sich alle einig!“, schrieb der US-Präsident. Sein Ziel bleibe es, Dänemark dazu zu bewegen, Grönland an die Vereinigten Staaten zu verkaufen – ein Vorhaben, das in Europa auf scharfe Kritik stösst.
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EU fordert harte Haltung gegenüber Washington
Zeitgleich wächst in Europa der Widerstand. Führende Politiker des Europaparlaments fordern eine klare und geschlossene Linie gegenüber den Zoll-Drohungen aus Washington.
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, David McAllister (CDU), erklärte, man wolle keine Eskalation, sei aber bereit, sich zu wehren. Beim geplanten EU-Sondergipfel am Donnerstag sollen mögliche Gegenmassnahmen beschlossen werden.
Auch Bernd Lange (SPD), Vorsitzender des Handelsausschusses, machte deutlich, dass Europa über wirksame Hebel verfüge. Die USA seien stark von europäischen Produkten abhängig – Gespräche seien wichtig, notfalls müsse man jedoch auch Fakten schaffen.
Brisante Woche für Nato und EU
Das angekündigte Treffen in Davos fällt in eine politisch heikle Phase. Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark, eines Nato-Mitglieds. Trumps Forderungen stellen damit nicht nur die EU, sondern auch das westliche Bündnis vor eine Belastungsprobe.
Ob die Gespräche in Davos zur Deeskalation beitragen oder neue Konflikte auslösen, bleibt offen.










