Ein beliebter Wanderweg in Erstfeld ist plötzlich dicht – und der Grund sorgt für Unruhe.
Neue Messdaten zeigen: Oberhalb der Kantonsstrasse bewegen sich mehrere Kubikmeter Fels.
Was bedeutet das für Wandernde, Anwohnende und den Verkehr?
Akute Felsbewegungen: Was genau passiert in Erstfeld?
Die Fachstellen des Kantons Uri überwachen seit Jahren mehrere Steinschlaggebiete entlang des Kantonsstrassennetzes.
Jetzt gab es im Gebiet Bruust eine bedenkliche Veränderung:
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5 bis 10 m³ Fels: akut absturzgefährdet
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Weitere ca. 15 m³: in Bewegung
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Bereich: oberhalb der Kantonsstrasse Richtung Bruust–Schwandi
Diese Daten stammen aus jüngsten geotechnischen Messungen, welche laufend aktualisiert werden.
Warum der Wanderweg sofort geschlossen werden musste
Der betroffene Wegabschnitt führt direkt unterhalb der instabilen Felszone vorbei.
Der Kanton reagierte sofort – aus gutem Grund:
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Lebensgefahr durch spontanen Felssturz
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Schutz von Wandernden
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Vermeidung von Folgeschäden an Infrastrukturen
Der Wanderweg zwischen Passerelle und Unterführung Steinbruch bleibt bis auf Weiteres gesperrt.
Massnahmen zum Schutz der Kantonsstrasse
Während Wandernde auf alternative Routen ausweichen müssen, bleibt die Kantonsstrasse vorerst offen.
Um sie zu sichern, baut der Kanton Uri Stahlpalisaden entlang der Strasse.
Was leisten diese Stahlpalisaden?
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Sie fangen stürzendes Gestein auf
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Sie verhindern, dass Brocken auf die Fahrbahn gelangen
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Sie reduzieren das Unfallrisiko für Autofahrer und Lastwagen
Diese Massnahme wird als temporärer, aber sofort wirkender Schutz installiert.
Wie geht es nun weiter?
Fachexperten beobachten die Felsbewegungen mit:
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Lidar-Scans
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Geologischen Sensoren
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Drohnenmessungen
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Visuellen Kontrollen
Je nach Entwicklung werden weitere Sicherungsarbeiten nötig.
Was Wandernde jetzt wissen müssen
Ausweichrouten im Raum Erstfeld sind verfügbar, darunter:
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Richtung Schwandi via alternative Höhenwege
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Markierte Routen im unteren Reusstal
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Übergänge zu sicheren, tiefer liegenden Wegen










