Eine Entdeckung aus den Tiefen des Alls sorgt für Aufsehen: Forschende haben erstmals eine Atmosphäre bei einem erdähnlichen Planeten nachgewiesen, der theoretisch lebensfreundliche Bedingungen bieten könnte.
Der Planet LHS 1140b liegt zwar 49 Lichtjahre entfernt – doch die Beobachtung könnte ein wichtiger Schritt bei der Suche nach Leben ausserhalb unseres Sonnensystems sein.
LHS 1140b: Ein Planet mit möglicher Lebenszone
Der Gesteinsplanet LHS 1140b umkreist seinen Stern innerhalb der sogenannten habitablen Zone.
Dieser Bereich ist für Astronomen besonders interessant, weil dort grundsätzlich Bedingungen möglich sind, unter denen flüssiges Wasser existieren könnte.
Die neue Entdeckung zeigt:
- der Planet besitzt eine Atmosphäre
- er ist ein Gesteinsplanet ähnlich der Erde
- er befindet sich in einem Bereich mit potenziell lebensfreundlichen Temperaturen
Warum eine Atmosphäre so wichtig ist
Eine Atmosphäre ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Leben, wie wir es kennen.
Sie kann:
- vor gefährlicher Strahlung aus dem All schützen
- Wärme speichern
- einen Wasserkreislauf ermöglichen
Laut GMX gelang dem internationalen Forschungsteam mit Beobachtungen des Magellan-Teleskops in Chile erstmals der Nachweis einer Atmosphäre bei einem erdähnlichen Planeten in der habitablen Zone eines anderen Sterns.
Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin «Science» veröffentlicht.
Ein Jahr dauert dort nur 24,7 Tage
LHS 1140b wurde bereits 2017 entdeckt.
Der Planet befindet sich deutlich näher an seinem Stern als die Erde an der Sonne:
- Entfernung: etwa ein Zehntel der Distanz Erde–Sonne
- Stern: kleiner und schwächer als unsere Sonne
- Umlaufzeit: nur rund 24,7 Tage
Trotz dieser kurzen Jahresdauer könnten dort Temperaturen herrschen, die flüssiges Wasser ermöglichen.
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Warum rote Zwergsterne besonders interessant sind
Der Planet umkreist einen Roten Zwergstern.
Diese Sterne sind für die Forschung besonders wichtig, weil erdähnliche Planeten dort leichter entdeckt werden können.
Astronomen nutzen häufig die sogenannte Transit-Methode:
- Der Planet zieht vor seinem Stern vorbei
- Das Sternenlicht wird minimal abgeschwächt
- Die Veränderung verrät die Existenz des Planeten
Bei kleineren Sternen ist dieser Effekt deutlicher sichtbar.
Rätsel um verschwundenes Helium gelöst
Die Forschenden machten zunächst eine überraschende Entdeckung.
Bei Beobachtungen im Jahr 2024 fanden sie Hinweise auf Helium in der Atmosphäre von LHS 1140b.
Ein Jahr später war dieses Signal verschwunden.
Mithilfe von Computermodellen konnten die Wissenschaftler eine mögliche Erklärung finden:
- starke Röntgenstrahlung des Sterns beeinflusst die Atmosphäre
- Helium kann zeitweise ins All entweichen
- darunter könnte eine dichtere Atmosphäre mit schwereren Gasen liegen
Diese könnte möglicherweise auch Wasser enthalten.
Suche nach Wasser beginnt
Der nächste grosse Schritt steht bereits bevor.
Die Forschenden wollen das James Webb Space Telescope einsetzen, um die Atmosphäre genauer zu untersuchen.
Dabei hoffen sie, Hinweise auf Wasser oder andere Moleküle zu finden, die Rückschlüsse auf mögliche Lebensbedingungen erlauben.






