Die finanzielle Unterstützung für Rentnerinnen, Rentner und Menschen mit Invalidität wird in der Schweiz immer wichtiger.
Neue Zahlen zeigen: Die Ergänzungsleistungen (EL) steigen weiter deutlich an.
Gleichzeitig wächst die Zahl der Personen, die auf diese Unterstützung angewiesen sind.
Ausgaben steigen auf 6,2 Milliarden Franken
Im Jahr 2025 beliefen sich die Gesamtausgaben für Ergänzungsleistungen auf rund 6,2 Milliarden Franken.
Das entspricht einem Anstieg von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Finanzierung verteilt sich wie folgt:
- Bund: rund 34 Prozent
- Kantone: rund 66 Prozent
Damit tragen die Kantone weiterhin den grössten Teil der Kosten.
Mehr Menschen beziehen Ergänzungsleistungen
AHV-Bereich
Ende Dezember 2025 erhielten 231 900 Personen EL zur Altersversicherung.
Das bedeutet:
- +6000 Personen im Vergleich zu 2024
- +2,6 Prozent Wachstum
Der Anteil der Rentnerinnen und Rentner mit EL steigt damit auf 12,3 Prozent.
IV-Bereich
Auch bei der Invalidenversicherung zeigt sich ein deutlicher Anstieg.
Ende 2025 bezogen 126 100 Personen EL zur IV.
- +4300 Personen gegenüber Vorjahr
- +3,5 Prozent Wachstum
Fast jede zweite IV-Rente ist damit zusätzlich auf EL angewiesen (49,8 Prozent).
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Pflegeheime als grosser Kostenfaktor
Ein besonders wichtiger Bereich ist die Finanzierung von Heimaufenthalten.
Ende 2025 lebten rund 65 000 EL-Beziehende in einem Pflegeheim.
Diese Gruppe erhält im Durchschnitt:
- rund 3 900 Franken pro Monat
Das ist fast dreimal so viel wie bei Personen, die zu Hause leben.
Warum die EL immer wichtiger werden
Die Zahlen zeigen eine klare Entwicklung:
- steigende Lebenserwartung
- höhere Pflegekosten
- zunehmender Unterstützungsbedarf im Alter
- steigende IV-Rentenabhängigkeit
Die Ergänzungsleistungen übernehmen damit eine zentrale Rolle im Schweizer Sozialstaat.
Gesellschaftlicher Druck nimmt zu
Die wachsenden Ausgaben stellen Bund und Kantone vor Herausforderungen.
Diskutiert werden insbesondere:
- langfristige Finanzierung der AHV/EL-Systeme
- steigende Gesundheits- und Heimkosten
- demografische Alterung
Die Ergänzungsleistungen sind längst mehr als eine Zusatzhilfe.
Sie entwickeln sich zu einem zentralen Pfeiler der sozialen Sicherheit in der Schweiz.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Bedarf steigt weiter – und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.






