Ein Erdbeben mittlerer Stärke hat in der Nacht die südspanische Region Andalusien erschüttert. Das Epizentrum lag nach ersten Angaben südlich der historisch bedeutenden Stadt Granada. Die Behörden aktivierten vorsorglich einen Notfallplan. Gemeldet wurden Steinschläge und Schäden an einzelnen Gebäuden.
Beben südlich von Granada
Das Erdbeben wurde von mehreren seismologischen Instituten unterschiedlich stark eingestuft. Der US Geological Survey (USGS) gab die Stärke mit 5,2 an, das spanische Instituto Geográfico Nacional (IGN) mit 5,0. Das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) kam auf einen Wert von 4,9.
Solche Abweichungen zwischen den ersten Messungen verschiedener Erdbebenwarten sind nicht ungewöhnlich. Nach Angaben des GFZ lag das Beben in einer Tiefe von rund zehn Kilometern.
Das Epizentrum befand sich nach Angaben des USGS in der Nähe des Ortes Otura am südlichen Rand von Granada. Die Erschütterungen waren damit in einer Region zu spüren, die sowohl dicht besiedelte Gebiete als auch zahlreiche historische Bauwerke umfasst.
Laut GMX teilte die Provinzregierung mit, dass ein spezieller Notfallplan für Erdbeben aktiviert worden sei. Erste Meldungen sprachen von Steinschlägen und Schäden an einigen Gebäuden.
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Granada mit bedeutendem Kulturerbe
Granada zählt zu den historisch bedeutendsten Städten Andalusiens. Besonders bekannt ist die Stadt für die Alhambra, eine mittelalterliche Palast- und Festungsanlage, die zu den wichtigsten Beispielen maurischer Architektur gehört.
Die Alhambra ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und zieht jährlich zahlreiche Besucher an. Nach den bislang vorliegenden Informationen gibt es keine Angaben über grössere Schäden an der historischen Anlage.
Die Behörden prüfen die Auswirkungen des Erdbebens weiter. Nachbeben sind bei solchen Ereignissen grundsätzlich möglich, weshalb die Situation in der Region weiter beobachtet wird.
Behörden überprüfen mögliche Schäden
Die Aktivierung des Notfallplans ermöglicht es den Einsatzkräften, mögliche Schäden systematisch zu erfassen und auf weitere Auswirkungen vorbereitet zu sein. Besonders kontrolliert werden dabei Gebäude, Verkehrswege und Bereiche, in denen Steinschläge auftreten können.
Wie gross der Gesamtschaden ist, lässt sich nach den ersten Meldungen noch nicht abschliessend beurteilen. Auch zu möglichen Verletzten lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Die zuständigen spanischen Behörden und seismologischen Dienste beobachten die Lage weiterhin.






