Viele haben Respekt vor ihm.
Sein Blick ist wachsam, sein Körper kraftvoll – doch hinter der imposanten Erscheinung steckt weit mehr als nur Stärke.
Der Rottweiler ist einer der meist missverstandenen Hunde überhaupt.
Ein Hund mit Geschichte
Der Rottweiler blickt auf eine beeindruckende Vergangenheit zurück.
Schon vor rund 2’000 Jahren begleiteten seine Vorfahren römische Legionen als Treib- und Hütehunde. In der Region rund um Rottweil entwickelte sich daraus eine eigenständige Rasse.
Später wurde er bekannt als:
- „Metzgerhund“ im Viehhandel
- Wachhund für Haus und Hof
- Arbeitshund für Polizei und Militär
Seit 1910 ist er offiziell als Diensthund anerkannt.
Charakter: Mehr Gefühl als viele denken
Was viele überrascht:
Der Rottweiler ist kein „harter“ Hund – sondern ein sensibler.
Typische Eigenschaften:
- Starke Bindung an seine Bezugsperson
- Hohe Loyalität und Schutzinstinkt
- Ruhiges Verhalten im Alltag
- Grosse Arbeitsfreude draussen
Im richtigen Umfeld zeigt er sich:
- ausgeglichen
- aufmerksam
- erstaunlich verschmust
Für wen eignet sich ein Rottweiler wirklich?
Hier wird es entscheidend.
Ein Rottweiler passt nicht in jeden Haushalt.
Er braucht:
- Klare Führung und konsequente Erziehung
- Erfahrung im Umgang mit Hunden
- Tägliche körperliche und mentale Auslastung
- Frühe Sozialisierung
Weniger geeignet ist er für:
- Unerfahrene Halter:innen
- Menschen mit wenig Zeit
- Reine Wohnungshaltung ohne Bewegung
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Körperbau: Kraft trifft Eleganz
Ein ausgewachsener Rottweiler beeindruckt durch seine Erscheinung:
- Schulterhöhe: ca. 56–68 cm
- Gewicht: bis zu 50 kg
- Kräftiger, kompakter Körperbau
- Breite Brust und muskulöser Rücken
Typisch sind:
- Schwarzes Fell mit rotbraunen Abzeichen
- Kurzes, dichtes Haarkleid
- Markanter Kopf mit starkem Kiefer
Die Pflege ist unkompliziert:
- Regelmässiges Bürsten reicht
- Fellwechsel saisonal intensiver
Haltung: Verantwortung statt Image
Der Rottweiler ist kein Statussymbol.
Er ist ein Arbeitshund – und will auch so behandelt werden.
Wichtig:
- Konsequente, ruhige Führung
- Positive Erziehung statt Härte
- Klare Regeln im Alltag
- Vertrauensvolle Beziehung
Fehlt das, kann sein Schutztrieb problematisch werden.
Warum er oft falsch eingeschätzt wird
Sein Ruf eilt ihm voraus.
Doch Studien und Expert:innen betonen:
- Verhalten hängt stark von Erziehung ab
- Aggression ist meist erlernt, nicht angeboren
- Gut geführte Rottweiler gelten als zuverlässig
Viele Vorurteile entstehen durch:
- Fehlende Ausbildung
- Falsche Haltung
- Sensationsberichte
Kein Hund für alle – aber ein besonderer Begleiter
Der Rottweiler fordert viel – gibt aber ebenso viel zurück.
Wer ihm gerecht wird, bekommt einen treuen, sensiblen und beeindruckenden Partner an seiner Seite.







