Der deutsche Leichtathlet Emil Agyekum hat einen historischen Rekord über 400 Meter Hürden gebrochen. Beim Diamond-League-Meeting in London verbesserte der 27-Jährige die über 40 Jahre alte Bestmarke von Harald Schmid. Bei der Europameisterschaft zählt Agyekum nun zu den Medaillenhoffnungen.
Historischer Lauf in London: Agyekum schreibt deutsche Leichtathletik-Geschichte
Emil Agyekum hat beim Diamond-League-Meeting in London für einen besonderen Moment gesorgt. Der Berliner lief die 400 Meter Hürden in 47,45 Sekunden und verbesserte damit den deutschen Rekord von Leichtathletik-Legende Harald Schmid.
Die bisherige Bestmarke hatte seit 1982 Bestand. Schmid war damals in Athen 47,48 Sekunden gelaufen und hatte damit über Jahrzehnte einen der ältesten deutschen Leichtathletik-Rekorde gehalten.
Laut GMX sorgte Agyekums Leistung beim Meeting in London nicht nur für einen neuen deutschen Rekord, sondern machte ihn auch zu einem ernsthaften Kandidaten für eine EM-Medaille.
Agyekum fordert die europäische Spitze heraus
Im Rennen in London musste sich Agyekum nur dem norwegischen Weltrekordhalter Karsten Warholm geschlagen geben. Die Leistung gegen die internationale Elite gab dem Deutschen zusätzliches Selbstvertrauen.
„Ich bin sehr zuversichtlich“, sagte Agyekum nach dem Lauf gegenüber der ARD. Besonders beeindruckt zeigte er sich davon, dass er im Rennen mit Warholm mithalten konnte und nicht bereits früh deutlich zurücklag.
Bei der Europameisterschaft vom 10. bis 16. August in Birmingham geht Agyekum deshalb mit grossen Ambitionen an den Start. In der aktuellen europäischen Rangliste gehört er zu den stärksten Athleten über 400 Meter Hürden.
Emotionale Momente nach dem Rekordlauf
Nach dem Rennen zeigte sich Agyekum überwältigt von seiner Leistung. Das volle Londoner Olympiastadion und das Rennen mit der Weltspitze hätten ihn zusätzlich motiviert.
„Das ist krass“, erklärte der Berliner und verwies auf die besondere Atmosphäre sowie die starke Konkurrenz. Für ihn sei es ein wichtiger Schritt in seiner sportlichen Entwicklung gewesen.
Nach dem Rekord bedankte sich Agyekum auch bei seiner Familie, seinem Trainer Volker Beck, Sponsoren und Unterstützern. Besonders hob er seine Partnerin Nova Kienast hervor, die ihn im Alltag unterstütze und motiviere.
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Vom WM-Finalisten zum Rekordhalter
Agyekum hatte bereits bei der vergangenen Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam gemacht. Im Halbfinale lief er erstmals unter 48 Sekunden und stellte mit 47,83 Sekunden eine persönliche Bestleistung auf.
Im Finale bestätigte er seine starke Form erneut und belegte mit einer weiteren Zeit unter 48 Sekunden den sechsten Rang. Damals sprach er von einem neuen sportlichen Niveau.
Diese Entwicklung setzte sich weiter fort. Bereits bei einem Meeting in Budapest kam er mit 47,58 Sekunden nahe an den deutschen Rekord heran, bevor ihm in London der historische Durchbruch gelang.
Neue Ziele nach dem Rekord
Mit seiner Zeit von 47,45 Sekunden gehört Agyekum nun endgültig zur internationalen Spitze über 400 Meter Hürden. Es war bereits seine fünfte Zeit unter 48 Sekunden.
Der Rekord von Harald Schmid bleibt trotz der Ablösung ein bedeutender Teil der deutschen Leichtathletik-Geschichte. Agyekum hat nun die Chance, bei der EM ein weiteres Kapitel hinzuzufügen und um die Medaillen zu kämpfen.






