Ein Fall, der selbst erfahrene Ermittler fassungslos macht
In Kalifornien wurde ein Elternpaar schuldig gesprochen, zwei seiner Kinder getötet und die jüngeren Geschwister schwer traumatisiert zu haben.
Die grausame Tat ereignete sich 2020 – nun fiel das Urteil.
Was in dem Haus in Lancaster geschah
Maurice Jewel Taylor Sr. und Natalie Sumiko Brothwell wurden am Dienstag verurteilt.
Die Anklage wirft ihnen vor:
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ihre 13‑jährige Tochter und ihren 12‑jährigen Sohn getötet zu haben
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die beiden jüngeren Brüder, damals 8 und 9 Jahre alt, dazu gezwungen zu haben, die toten Geschwister zu sehen
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die Jungen danach tagelang ohne Nahrung und Wasser in ihren Zimmern eingesperrt zu haben
Laut nypost.com wurden die Kinder erst entdeckt, als Feuerwehrkräfte wegen eines gemeldeten Gaslecks nach Lancaster ausrückten.


Hinweise aus der Nachbarschaft führten zur Entdeckung
Mehrere Faktoren alarmierten die Behörden:
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Nachbarn hatten einen starken Geruch bemerkt
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Kunden des Vaters, der als Personal Trainer online arbeitete, meldeten ihn als vermisst, da er plötzlich nicht mehr erreichbar war
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Die Feuerwehr traf am 3. Dezember 2020 am Haus ein
Dort machten Einsatzkräfte einen schockierenden Fund, der zu einer sofortigen Untersuchung führte.
Staatsanwaltschaft: „Ungeheuerlicher Akt der Grausamkeit“
Bezirksstaatsanwalt Nathan J. Hochman sagte:
„Dies war ein ungeheuerlicher Akt der Grausamkeit, der eine ganze Familie zerstörte.
Zwei unschuldige Kinder wurden brutal getötet, und ihre jüngeren Brüder mussten unvorstellbares Grauen erleben.“
Die Eltern wurden in mehreren Punkten schuldig gesprochen:
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zweifacher Mord ersten Grades
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besondere Umstände (Mehrfachmord)
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zweifache Kindesmisshandlung
Hintergrund: Pandemie, Isolation und eine eskalierende Familiensituation
Lancasters Bürgermeister Rex Parris erklärte damals, dass die Pandemie, geschlossene Schulen und wirtschaftlicher Druck offenbar zu einer angsterfüllten und instabilen häuslichen Situation geführt hätten.
Ob dies eine Rolle bei der Eskalation spielte, wurde vor Gericht jedoch nicht als Entschuldigung anerkannt.
Was nun auf die Eltern zukommt
Die Urteilsverkündung findet am 13. Januar statt.
Beiden droht eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit auf Bewährung.
Die überlebenden Jungen stehen unter professioneller Betreuung.
Ihr weiterer Weg wird nach Angaben von Kinderpsychologen „lang und schwierig“.
Fazit: Ein Fall, der bleibt
Dieser Fall zeigt erneut, wie entscheidend Hinweise aus der Nachbarschaft, aus Schulen und von Freunden sind – und wie wichtig es ist, Alarm zu schlagen, wenn etwas nicht stimmt.










