Ein politischer Schlagabtausch wird plötzlich persönlich.
Ein Tweet genügt – und ein Streit zwischen Elon Musk und Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom eskaliert öffentlich.
Im Zentrum steht ausgerechnet Musks entfremdete Transgender-Tochter.
Der Auslöser: Ein Post, der Grenzen überschreitet
Der Konflikt begann, nachdem America PAC, ein von Elon Musk gegründetes politisches Aktionskomitee, einen Ausschnitt aus einem Interview von Gavin Newsom mit dem New-York-Times-Kolumnisten Ezra Klein verbreitet hatte.
Darin sagte Newsom mit Blick auf Transgender-Athletinnen im Frauensport:
„Kein Gouverneur hat mehr transfreundliche Gesetze unterzeichnet als ich.“
Kurz darauf reagierte das Pressebüro des kalifornischen Gouverneurs auf X mit einer scharfen persönlichen Spitze:
„Richtig. Es tut uns leid, dass Ihre Tochter Sie hasst, Elon.“
Warum der Streit politisch brisant ist
Der öffentliche Angriff auf Musks Familie sorgte umgehend für Kritik – auch über Parteigrenzen hinweg. Laut newsweek.com ist der Vorfall Teil einer zunehmend aggressiven Social-Media-Strategie von Newsoms Presseteam, das bewusst auf Provokation, Memes und Zuspitzung setzt.
Beobachter vergleichen den Stil mit dem von Präsident Donald Trump: schnell, konfrontativ und maximal auf Aufmerksamkeit ausgerichtet.
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Musks harte Reaktion
Elon Musk reagierte direkt und scharf. In seiner Antwort schrieb er, Newsoms Team beziehe sich auf seinen Sohn Xavier, der an einer „tragischen psychischen Erkrankung“ leide. Musk machte erneut seine bekannte Kritik an sogenannten „woken Ideologien“ verantwortlich.
Zugleich betonte er, seine anderen Kinder hätten ein gutes Verhältnis zu ihm. Die Aussagen stiessen in sozialen Medien auf heftige Reaktionen – sowohl Zustimmung als auch Empörung.
Der familiäre Hintergrund
Musks Transgender-Tochter Vivian Jenna Wilson hatte 2022 offiziell ihren Namen und ihr Geschlecht ändern lassen und dabei auch den Nachnamen Musk abgelegt. In den Unterlagen erklärte sie, keinen Kontakt mehr zu ihrem biologischen Vater zu wollen.
Wilson hat Musk mehrfach öffentlich kritisiert und ihm vorgeworfen, während ihrer Kindheit kaum präsent gewesen zu sein. Zudem habe sie nach dem Kontaktabbruch finanzielle Schwierigkeiten erlebt.
Musk wiederum spricht seine Tochter wiederholt mit dem falschen Geschlecht an und bezeichnete ihre Transition als Ergebnis von Manipulation. In Interviews sagte er, er habe „im Grunde seinen Sohn verloren“.
Frühere Konflikte zwischen Musk und Newsom
Der aktuelle Streit ist nicht der erste zwischen den beiden. Bereits 2024 gerieten Musk und Newsom wegen eines kalifornischen Gesetzes aneinander, das Schulen verbietet, Eltern ohne Zustimmung der Kinder über eine Geschlechtsidentitätsänderung zu informieren.
Newsom unterzeichnete das Gesetz im Juli 2024. Musk bezeichnete es als „Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“ und kündigte kurz darauf an, den Hauptsitz von SpaceX und X nach Texas zu verlegen.






