Bei mehreren israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben der örtlichen Behörden elf Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern befinden sich drei Kinder und ihre Eltern. Die israelische Armee erklärte, bei einem der Angriffe sei ein Hamas-Mitglied das Ziel gewesen.
Familie bei Luftangriff in Gaza-Stadt getötet
Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes sowie örtlicher Krankenhäuser wurden fünf Mitglieder einer Familie bei einem Luftangriff auf eine Wohnung im Nordwesten von Gaza-Stadt getötet. Darunter befanden sich drei Kinder und ihre Eltern. Ein weiteres Kind der Familie überlebte, da es sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in der Wohnung befand.
Laut GMX erklärte die israelische Armee, der Angriff habe einem Hamas-Kämpfer gegolten. Die Ergebnisse des Einsatzes würden derzeit noch überprüft.
Weitere Todesopfer bei Angriffen
Nach Angaben der örtlichen Behörden kamen zudem drei Menschen bei einem Luftangriff im Stadtteil Sejtun ums Leben. Später wurde eine Frau durch Artilleriebeschuss auf ein Zelt für Vertriebene getötet. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt, drei weitere galten zunächst als vermisst.
Zusätzlich meldeten Vertreter des Gesundheitswesens zwei weitere Todesopfer bei Angriffen an anderen Orten im Gazastreifen. Zu diesen Vorfällen äusserte sich die israelische Armee zunächst nicht.
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Israel richtet Sperrzone um den Gazastreifen ein
Parallel zu den Angriffen erklärte das israelische Militär ein Gebiet rund um den Gazastreifen vorübergehend zur militärischen Sperrzone. Damit soll nach eigenen Angaben ein geplanter Marsch rechter und rechtsextremer israelischer Politiker sowie ihrer Anhänger in Richtung Gazastreifen verhindert werden.
Nach Medienberichten wollten mehrere Minister an der Veranstaltung teilnehmen. Ziel der Organisatoren ist der Wiederaufbau israelischer Siedlungen im Gazastreifen.
Diskussion über künftige Siedlungen
Der Vorstoss für neue Siedlungen wird innerhalb Israels kontrovers diskutiert und steht im Widerspruch zu Plänen der US-Regierung für eine schrittweise Deeskalation im Gazastreifen.
Die Lage in der Region bleibt angespannt. Unabhängig überprüfen lassen sich viele Angaben der Konfliktparteien derzeit nicht.





