Schüsse, brennende Fahrzeuge, blockierte Strassen.
Nach dem Tod eines der gefürchtetsten Drogenbosse Mexikos eskaliert die Gewalt. Das Land steht unter Schock – und Washington applaudiert.
Grossangelegte Militäroperation in Jalisco
Der Anführer des berüchtigten Jalisco-Kartell der Neuen Generation (CJNG), Nemesio Oseguera Cervantes – besser bekannt als „El Mencho“ – wurde bei einer koordinierten Militäroperation im Bundesstaat Jalisco getötet.
Die Operation sei laut Verteidigungsministerium in Abstimmung mit Washington erfolgt.
Wie die italienische Nachrichtenagentur ansa.it berichtet, wurden mindestens 26 Todesopfer nach den darauffolgenden gewaltsamen Ausschreitungen bestätigt.
Unter den Opfern:
15 Mitglieder der Nationalgarde
Ein Staatsanwalt
Ein Gefängniswärter
Eine Frau im dritten Schwangerschaftsmonat
Acht mutmassliche Kartellmitglieder
Weitere 27 Personen wurden festgenommen – elf wegen Gewalttaten, 14 wegen Plünderungen.
Feuer, Blockaden, Panik
Nach dem Einsatz versanken Teile des südlichen Jalisco im Chaos.
In Gemeinden wie Tapalpa brannten Fahrzeuge, Strassen wurden blockiert, bewaffnete Gruppen lieferten sich Gefechte mit Sicherheitskräften.
Der Gouverneur von Jalisco, Pablo Lemus, rief die höchste Alarmstufe aus. Eine Sicherheits-Taskforce aller Regierungsebenen wurde einberufen.
Auch im Nachbarstaat Michoacán ordnete Gouverneur Alfredo Ramírez Bedolla verstärkte Überwachungsmassnahmen an.
Vergleichbar mit „El Chapo“
In seiner Bedeutung wird der Tod „El Menchos“ mit früheren Festnahmen grosser Kartellbosse verglichen, darunter:
Joaquín Guzmán („El Chapo“)
Ismael Zambada García („El Mayo“)
Wie sie galt auch „El Mencho“ als nahezu unantastbar.
Seine Organisation kontrollierte weite Teile des Drogenhandels in Zentral- und Nordamerika und war für extreme Gewalt bekannt.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
US-Regierung reagiert mit Lob
Die Nachricht wurde in Washington positiv aufgenommen.
Der stellvertretende US-Aussenminister Christopher Landau sprach von einer „grossartigen Nachricht für Mexiko, die Vereinigten Staaten und die Welt“.
Bereits unter Präsident Donald Trump war auf „El Mencho“ ein Kopfgeld von 15 Millionen US-Dollar ausgesetzt worden. Auch die Regierung von Claudia Sheinbaum hatte seine Festnahme oder Tötung als Priorität eingestuft.
Internationale Auswirkungen
Die Gewalt blieb nicht ohne Folgen für den internationalen Verkehr.
Mehrere Fluggesellschaften – darunter:
United Airlines
Delta Air Lines
Air Canada
– strichen Flüge zum Flughafen Puerto Vallarta.
Im Hafen von Manzanillo, Mexikos grösstem Seehafen, wurde der Zollbetrieb vorübergehend eingestellt.
Die US-Regierung forderte ihre Staatsbürger in mehreren Bundesstaaten – darunter Jalisco, Tamaulipas, Michoacán und Nuevo León – auf, wegen laufender Sicherheitsoperationen zu Hause zu bleiben.
Ein Land zwischen Erleichterung und Angst
Der Tod eines der mächtigsten Drogenbosse des Landes gilt als strategischer Schlag gegen das organisierte Verbrechen.
Doch die unmittelbare Reaktion zeigt:
Das Machtvakuum könnte neue Gewalt auslösen.
Ob die Tötung langfristig zur Stabilisierung beiträgt – oder neue Kartellkämpfe entfacht – bleibt offen.










