Mitten in der Nacht gehen in der Ukraine die Lichter aus.
Millionen Menschen frieren – während Drohnen und Raketen das Stromnetz treffen.
Russische Angriffe auf kritische Infrastruktur erreichen kurz vor dem Winter einen neuen Höhepunkt.
Massive Angriffe auf Energie- und Industrieanlagen
Nach einer Serie russischer Luftangriffe sind mehr als eine Million ukrainische Haushalte ohne Strom. Betroffen sind vor allem Energie- und Industrieanlagen in mehreren Landesteilen.
Der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko bestätigte, dass mindestens fünf Regionen getroffen wurden:
Dnipropetrowsk
Kirowohrad
Mykolajiw
Odessa
Tschernihiw
Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, die Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren.
Über die Angriffe berichtete unter anderem bbc.com.
Winter als strategisches Ziel
Russland greift die ukrainische Energieinfrastruktur seit Beginn des Krieges an.
Doch mit dem Herannahen des Winters hat Moskau die Intensität deutlich erhöht.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe allein in einer Nacht:
über 450 Drohnen
sowie mehr als 30 Raketen
eingesetzt. Darunter befanden sich auch Kinzhal-Hyperschallraketen, die aufgrund ihrer Manövrierfähigkeit schwer abzufangen sind.
Atomkraftwerk kurzzeitig ohne Strom
Besonders brisant:
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) meldete, dass das Atomkraftwerk Saporischschja zeitweise vollständig vom Stromnetz getrennt war.
Wichtig zu wissen:
Das Kraftwerk ist ausser Betrieb
Es benötigt dennoch permanente Stromzufuhr zur Reaktorkühlung
Die Anlage liegt auf russisch kontrolliertem Gebiet
Inzwischen wurde die externe Stromversorgung wiederhergestellt.
Auch Russland meldet Tote nach Drohnenangriff
Auch auf russischer Seite gibt es Opfer.
Der Gouverneur der Region Saratow, Roman Busargin, erklärte, dass zwei Menschen ums Leben kamen, nachdem eine Drohne ein Wohngebäude getroffen hatte.
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Diplomatie unter Hochdruck
Die Angriffe fallen in eine Phase intensiver diplomatischer Bemühungen:
US-Sondergesandter Steve Witkoff reist nach Berlin
Treffen mit Selenskyj und europäischen Staats- und Regierungschefs geplant
Gespräche über einen möglichen Friedensplan
Ziel der US-Regierung: ein Abkommen bis Weihnachten. Ein Durchbruch gilt jedoch weiterhin als unwahrscheinlich.
Streitpunkt Ostukraine bleibt ungelöst
Eines der heikelsten Themen bleibt die Zukunft der besetzten Gebiete im Osten der Ukraine.
Kiew lehnt Gebietsabtretungen strikt ab
Moskau beharrt auf vollständiger Kontrolle über den Donbass
Ein US-Vorschlag sieht eine entmilitarisierte Zone vor
Selenskyj reagierte skeptisch und warnte vor einem möglichen Vorrücken russischer Kräfte trotz Zusagen.
Europas Rolle: Geld, Sicherheit, Wiederaufbau
Parallel dazu laufen in Europa Gespräche über:
Sicherheitsgarantien für die Ukraine
langfristige finanzielle Unterstützung
Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte
Die Ukraine benötigt laut Regierung in den nächsten zwei Jahren zusätzliche 135,7 Milliarden Euro.
Die EU hat bereits russische Vermögenswerte im Wert von rund 210 Milliarden Euro eingefroren – ein Schritt, den Moskau scharf kritisiert.
Der Krieg trifft längst nicht mehr nur die Front – sondern Millionen Zivilisten.
Stromausfälle, Kälte und Unsicherheit werden zur täglichen Realität.










