Ein Bergdorf verschüttet, Häuser zerstört, Existenzen verloren – und ein Schaden, der nun in Zahlen fassbar wird.
Ein Jahr nach dem verheerenden Felssturz in Blatten zieht die Versicherungsbranche Bilanz.
Die Summe ist hoch – und sie zeigt, wie teuer Naturkatastrophen in der Schweiz werden können.
Gesamtschaden: 255 Millionen Franken
Der versicherte Schaden aus dem Felssturz von Blatten wird auf rund 255 Millionen Franken geschätzt.
Der grösste Teil entfällt auf den sogenannten Elementarschadenpool.
Was ist der Elementarschadenpool?
Schweizerischer Versicherungsverband (SVV) organisiert gemeinsam mit privaten Versicherern einen Ausgleichsmechanismus für grosse Naturereignisse.
Der Pool bündelt Risiken und sorgt dafür, dass Schäden solidarisch getragen werden.
Aufteilung der Schäden im Überblick
Die Schäden verteilen sich auf mehrere Bereiche:
- 210 Millionen Franken: Gebäudeschäden
- 30 Millionen Franken: Hausrat und Fahrhabe
- 15 Millionen Franken: Schäden ausserhalb des Pools
- Betriebsunterbrüche
- Motorfahrzeugkasko
Besonders betroffen war die bauliche Substanz des Dorfes.
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Gebäude am stärksten betroffen
Mit 210 Millionen Franken machen Gebäudeschäden den mit Abstand grössten Anteil aus.
Viele Häuser wurden komplett zerstört oder unbewohnbar.
Auch Infrastruktur und landwirtschaftliche Bauten waren betroffen.
Schnelle Hilfe für Betroffene
Laut Versicherungsbranche wurde rasch reagiert.
- Über 80 Prozent der Versicherungssummen wurden bereits vier Monate nach dem Ereignis ausbezahlt
- Betroffene erhielten unbürokratische Unterstützung
Ziel war es, schnelle finanzielle Stabilität für die Bewohner zu schaffen.
Rückversicherung schützt das System
Der Elementarschadenpool kauft auf dem globalen Markt Rückversicherungsschutz ein.
Das bedeutet:
- Risiken werden international verteilt
- einzelne Versicherer werden entlastet
- grosse Katastrophen bleiben tragbar
Blatten als Beispiel für zunehmende Naturgefahren
Der Felssturz zeigt exemplarisch, wie verletzlich alpine Siedlungen sind.
Typische Risiken in Bergregionen:
- Steinschlag und Felsstürze
- Erdrutsche nach Starkregen
- Schneemassen im Winter
Die Schadenssummen steigen mit zunehmender Besiedlung gefährdeter Zonen.






