Ein Schwarzes Loch trifft auf einen Stern.
Das Ergebnis: Eine der längsten und rätselhaftesten Explosionen des Universums.
Was Forscher Anfang des Jahres beobachteten, verändert unser Verständnis vom All – und wirft neue Fragen auf.
Der rätselhafteste Gammablitz seit Jahrzehnten
Am 2. Juli 2025 schlug das NASA-Weltraumteleskop Fermi Alarm. Innerhalb von Sekunden verbreitete sich die Nachricht per SMS unter Astronom:innen weltweit:
Ein Gammablitz – die energiereichste Form von Licht – wurde detektiert.
Das alleine wäre nichts Ungewöhnliches. Doch diesmal war alles anders:
Der Ausbruch dauerte ganze 7 Stunden – ein Weltrekord
Es war die längste Gammastrahlenexplosion, die je aufgezeichnet wurde
Kurz zuvor hatte die Einstein-Sonde eine seltsame Aufhellung im Röntgenlicht beobachtet
Solche Ereignisse beginnen normalerweise mit grosser Energie und klingen ab. Diesmal jedoch war es umgekehrt.
Forscher im Dauereinsatz – alle Teleskope auf das Ziel gerichtet
Während andere den Unabhängigkeitstag feierten, versuchten Astrophysiker:innen, dem Rätsel auf den Grund zu gehen.
„Wir haben alle verfügbaren Teleskope auf diesen Himmelsbereich gerichtet“, sagt Brendan O’Connor von der Carnegie Mellon University.
Das Neil Gehrels Swift Observatory lokalisierte die Quelle. Das Very Large Telescope in Chile sah ein schwächer werdendes Nachleuchten. Und: Das Hubble-Weltraumteleskop identifizierte eine unbekannte Galaxie.
Durch das James-Webb-Teleskop erfuhren Forscher, dass das Licht von dort bereits acht Milliarden Jahre unterwegs war.
Laut nationalgeographic.com vermuten Wissenschaftler, dass ein Schwarzes Loch einen Stern zerstört und dabei einen Teilchenstrahl mit annähernder Lichtgeschwindigkeit erzeugt hat.
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Zwei Theorien – beide spektakulär
Verschmelzung eines kleinen Schwarzen Lochs mit einem Heliumstern
Diese Hypothese geht davon aus, dass:
ein kleines Schwarzes Loch (5–30 Sonnenmassen)
in das Innere eines Heliumsterns eindrang
ihn von innen heraus verschlang
Ein Teilchenstrahl schoss dabei ins All und erzeugte die beobachteten Gammastrahlen. Laut Astrophysiker Eric Burns ein „absurder, aber realer“ Vorgang.
Zerstörung durch ein Schwarzes Loch mittlerer Masse
Einige Forscher halten ein mittelschweres Schwarzes Loch (zwischen 100–100’000 Sonnenmassen) für möglich.
In diesem Szenario wurde ein Weisser Zwerg, ein alter, kompakter Stern, von einem wandernden Schwarzen Loch auseinandergerissen – ähnlich wie bei einer Gezeitenstörung.
Das Problem dabei:
Die Variabilität des Signals passt besser zu kleineren Schwarzen Löchern
Grössere Objekte reagieren langsamer auf Energieereignisse
Der Blitz zeigte Veränderungen im Sekundentakt
Der Fall ist noch nicht gelöst
Bis heute sind sich die Forscher nicht einig:
War es ein massives oder kleines Schwarzes Loch?
Was erzeugte den Teilchenstrahl?
Was geschah genau an diesem Punkt im Universum?
„Jedes neue kosmische Fenster zeigt uns, wie wenig wir das Universum bisher verstehen“, sagt Astrophysikerin Eleonora Troja.










