Die Angst wächst – und die Zahlen steigen fast stündlich.
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich Ebola offenbar deutlich schneller aus als zunächst angenommen.
Mittlerweile wurden bereits mehr als 200 mutmassliche Todesfälle registriert.
WHO warnt vor gefährlicher Entwicklung
Nach Angaben der kongolesischen Behörden wurden bisher 867 Verdachtsfälle gemeldet.
204 Menschen sollen bereits gestorben sein.
Besonders alarmierend:
Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg innerhalb eines Tages um mehr als 100 neue Verdachtsinfektionen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl noch deutlich höher liegen könnte.
Ausbruch blieb wochenlang unbemerkt
Der aktuelle Ebola-Ausbruch wurde erst spät erkannt.
Die ersten bestätigten Fälle wurden am 15. Mai 2026 im Labor nachgewiesen.
Doch laut WHO grassierte das Virus wahrscheinlich bereits seit Ende März in der Provinz Ituri.
Schwierige Lage in Krisenregion
Die betroffene Region gilt als besonders instabil:
- zahlreiche bewaffnete Milizen
- Millionen Bewohner
- fast eine Million Binnenflüchtlinge
- intensiver Grenzverkehr nach Uganda und Südsudan
Das erschwert die Eindämmung massiv.
Seltene Ebola-Variante sorgt für Probleme
Besonders problematisch ist die Virusvariante.
Beim aktuellen Ausbruch handelt es sich um den seltenen Bundibugyo-Typ des Ebola-Virus.
Für diese Variante existieren derzeit:
- kein zugelassener Impfstoff
- keine spezifische Therapie
Weil herkömmliche Tests den Virus zunächst nicht eindeutig erkennen konnten, blieb der Ausbruch offenbar länger unerkannt.
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Auch Uganda meldet Fälle
Mittlerweile wurden auch in Uganda bestätigte Infektionen registriert.
Nach bisherigen Angaben stehen mindestens fünf Fälle mit dem Ausbruch im Ostkongo in Verbindung.
Die Sorge vor einer regionalen Ausbreitung wächst deshalb weiter.
Ebola verbreitet sich anders als Corona
Die WHO betont jedoch:
Das globale Risiko bleibt derzeit gering.
Ebola überträgt sich nicht über die Luft wie klassische Atemwegserkrankungen.
Eine Ansteckung erfolgt vor allem durch:
- engen Kontakt mit Körperflüssigkeiten
- infizierte Patienten
- Verstorbene
- kontaminierte Gegenstände
Rotkreuz-Helfer vermutlich früh infiziert
Besonders tragisch:
Drei freiwillige Helfer des Roten Kreuzes haben sich vermutlich bereits Ende März infiziert.
Sie waren damals noch ahnungslos in humanitären Einsätzen tätig.
Alle drei starben später an der Krankheit.
WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage aus
Angesichts der Entwicklung erklärte die WHO am 17. Mai eine internationale Gesundheitsnotlage.
Die Organisation warnt vor:
- unkontrollierter Ausbreitung
- Überforderung lokaler Gesundheitssysteme
- steigenden Todeszahlen
- grenzüberschreitenden Infektionsketten
Warum Ebola so gefährlich bleibt
Ebola zählt zu den tödlichsten Viruskrankheiten weltweit.
Typische Symptome:
- hohes Fieber
- Schwäche
- Erbrechen
- Durchfall
- innere Blutungen
Ohne schnelle Behandlung endet die Krankheit häufig tödlich.
Der aktuelle Ebola-Ausbruch im Ostkongo entwickelt sich zu einer der grössten Gesundheitskrisen des Jahres.
Besonders gefährlich ist, dass sich die seltene Virusvariante offenbar wochenlang unentdeckt ausbreiten konnte.






