Der niedrige Wasserstand der Donau hat in Bulgarien überraschend prähistorische Überreste freigelegt. Bei Rjachowo nahe der Stadt Russe entdeckte ein Anwohner mehrere Mammutknochen auf dem ausgetrockneten Flussboden. Experten untersuchen nun Herkunft und Alter des Fundes.
Laut GMX wurden die Mammutreste bei extremem Niedrigwasser der Donau im bulgarischen Dorf Rjachowo entdeckt. Der Fund wurde anschliessend vom Regionalen Geschichtsmuseum in Russe untersucht. Dabei stellten Fachleute fest, dass es sich um einen Unterkiefer, zwei Stosszähne und eine Rippe eines Mammuts handelt.
Die Knochen lagen auf dem freigelegten Flussboden und wurden von einem Anwohner entdeckt. Die Experten wollen nun weitere Analysen durchführen, um genauer zu bestimmen, aus welcher Zeit die Überreste stammen und welcher Mammutart sie zugeordnet werden können.
Niedriger Wasserstand legt historische Funde frei
Die anhaltende Hitze und die damit verbundene Trockenheit haben in vielen Regionen Europas zu deutlich sinkenden Wasserständen geführt. An der Donau wurden dadurch Bereiche sichtbar, die normalerweise vom Wasser bedeckt sind.
Für Archäologen und Forscher können solche Bedingungen wertvolle Entdeckungen ermöglichen. Durch die Freilegung des Flussbetts kommen immer wieder historische und geologische Spuren zum Vorschein, die unter normalen Bedingungen verborgen bleiben.
Die gefundenen Mammutknochen wurden nach Russe gebracht, wo sie nun für die weitere Untersuchung vorbereitet werden.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Knochen werden zunächst getrocknet und konserviert
Bevor die Überreste wissenschaftlich untersucht und dauerhaft erhalten werden können, müssen sie zunächst getrocknet werden. Museumssprecherin Silvia Kostadinowa erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Sofia, dass die Knochen zuerst stabilisiert werden müssen.
Nach der Trocknung sollen die Mammutreste konserviert und für eine mögliche Ausstellung vorbereitet werden. Das Regionale Geschichtsmuseum Russe verfügt bereits über mehrere Funde prähistorischer Tiere und zeigt unter anderem ein lebensgrosses Mammutmodell.
Russe hat Erfahrung mit prähistorischen Funden
Für die Region rund um Russe sind solche Entdeckungen nicht völlig neu. Bereits in der Vergangenheit wurden dort Überreste ausgestorbener Tiere gefunden und wissenschaftlich dokumentiert.
Der aktuelle Fund bietet den Forschern jedoch neue Möglichkeiten, mehr über die Tierwelt vergangener Erdzeitalter und die damaligen Umweltbedingungen entlang der Donau zu erfahren.






