Die Spannungen im Nahen Osten erreichen erneut einen gefährlichen Höhepunkt.
Während Teheran offen mit einer Urananreicherung auf 90 Prozent droht, diskutiert Donald Trump laut CNN bereits mit Generälen über mögliche neue Militärschläge.
Die Sorge vor einer weiteren Eskalation wächst weltweit.
Iran droht mit Atomwaffen-Debatte
Besonders brisant sind Aussagen des iranischen Politikers Mohsen Rezaei.
Er erklärte laut mehreren internationalen Medienberichten, dass der Iran im Falle eines direkten US-Angriffs eine Urananreicherung auf 90 Prozent prüfen könnte.
Eine solche Anreicherung gilt als technisch nahe an waffenfähigem Material.
Diskussion im Parlament angekündigt
Rezaei sagte zudem, man werde die Möglichkeit militärischer Atomwaffen im Parlament diskutieren.
Offizielle Entscheidungen dazu wurden bisher nicht bekanntgegeben.
Experten warnen jedoch, dass bereits die öffentliche Diskussion über nukleare Optionen die Spannungen massiv verschärfen könnte.
Trump trifft Generäle in Washington
Parallel dazu berichtet CNN, dass Donald Trump derzeit mit seinem nationalen Sicherheitsteam sowie hochrangigen US-Militärs über weitere Strategien berät.
Im Zentrum stehen offenbar:
- mögliche neue Luftangriffe
- militärische Abschreckung gegen Teheran
- Schutz amerikanischer Einrichtungen
- Reaktionen auf iranische Drohungen
- weitere diplomatische Optionen
Ob konkrete Militäraktionen unmittelbar bevorstehen, ist derzeit unklar.
Kriegskosten steigen auf 29 Milliarden Dollar
Das Pentagon veröffentlichte unterdessen neue Zahlen zu den bisherigen Kosten des Konflikts.
Laut Jules Hurst, Leiter der Finanzabteilung des US-Verteidigungsministeriums, belaufen sich die Kosten inzwischen auf rund 29 Milliarden US-Dollar.
Damit stiegen die Ausgaben innerhalb weniger Wochen nochmals um etwa 4 Milliarden Dollar.
Gründe für den Kostenanstieg
Zu den wichtigsten Faktoren gehören:
- Reparaturen beschädigter Infrastruktur
- Ersatz militärischer Ausrüstung
- Betriebskosten laufender Einsätze
- zusätzliche Sicherheitsmassnahmen
Die Zahlen wurden während einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus präsentiert.
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Tote bei israelischen Angriffen im Südlibanon
Auch die Lage im Libanon bleibt angespannt.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums kamen bei israelischen Angriffen im Südlibanon zuletzt sechs Menschen ums Leben.
Seit Beginn der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah am 17. April seien insgesamt 380 Menschen getötet worden.
Darunter befinden sich laut Behörden:
- 22 Kinder
- 39 Frauen
Die Angaben konnten bislang nicht unabhängig vollständig überprüft werden.
EU-Sanktionen sorgen für Empörung in Israel
Zusätzliche politische Spannungen entstanden durch neue EU-Sanktionen gegen gewalttätige israelische Siedler.
Die Europäische Union sprach von «inakzeptablen Gräueltaten».
In Israel löste der Schritt heftige Kritik aus.
Die Beziehungen zwischen der EU und der israelischen Regierung gelten derzeit als angespannt.
Pakistan weist Berichte zurück
Pakistan dementierte gleichzeitig Berichte über iranische Militärflugzeuge auf pakistanischen Flughäfen.
Das Aussenministerium in Islamabad bezeichnete entsprechende Meldungen als «irreführend» und «spekulativ».
Zuvor hatte CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichtet, der Iran habe mehrere Flugzeuge nach Pakistan verlegt.
Pakistan sieht sich als Vermittler
Pakistan betonte dagegen seine Rolle als neutraler Vermittler zwischen Washington und Teheran.
Nach offiziellen Angaben dienten die Flüge ausschliesslich diplomatischen und organisatorischen Zwecken.
Katar unterstützt Friedensbemühungen
Der katarische Premierminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani erklärte unterdessen, er sei nach Washington gereist, um Friedensgespräche zu unterstützen.
Katar gilt seit Jahren als wichtiger Vermittler in Konflikten im Nahen Osten.
Ob neue Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zustande kommen, bleibt offen.






