In Kosovo eskaliert erneut ein Fall mit einem Fahrzeug aus der Schweiz – Polizei ermittelt und informiert Schweizer Behörden
Istog / Kosovo – Schon wieder sorgt ein Schweizer Fahrzeug im Kosovo für Aufregung: Nach einem gefährlichen Überholmanöver in einer Tempo-50-Zone sollen mehrere Insassen einen anderen Autofahrer bedroht und körperlich angegangen haben. Die Polizei ist eingeschaltet – und will den Fall auch in der Schweiz melden.
Gefährliche Aktion – dokumentiert auf Video
Laut aktuellen Informationen filmte ein Einwohner von Istog am Wochenende ein riskantes Überholmanöver durch ein Fahrzeug mit Schweizer Kennzeichen in einer 50er-Zone. Die Aufnahmen zeigen, wie das betreffende Auto mit überhöhter Geschwindigkeit und ohne Rücksicht überholt – offenbar trotz Gegenverkehr und engem Strassenraum.
Doch das war nicht alles: Kurz nach dem Überholvorgang hielten die Insassen des Fahrzeugs an, stoppten den Filmenden und sollen ihn bedroht und tätlich angegriffen haben. Der Vorfall wurde gemeldet – die Polizei hat sofort Ermittlungen aufgenommen.
Polizei Kosovo bestätigt Ermittlungen
Die Polizei des Kosovo hat bestätigt, dass sie ein Verfahren wegen gefährlicher Fahrweise und tätlichen Angriffs eingeleitet hat. Zudem werde anhand des Videomaterials versucht, das Fahrzeug eindeutig zu identifizieren. Die Kennzeichen seien sichtbar gewesen und deuteten klar auf eine Zulassung in der Schweiz hin.
Fall wird in der Schweiz gemeldet
Gemäss der bilateralen Vereinbarung zwischen der Republik Kosovo und der Schweiz werden entsprechende Verstösse den zuständigen Schweizer Behörden gemeldet. Ziel ist es, dass auch im Herkunftsland entsprechende verkehrsrechtliche Konsequenzen gezogen werden können.
Dritter Fall innerhalb 48 Stunden
Es ist bereits der dritte Vorfall innerhalb von zwei Tagen, bei dem Fahrzeuge mit Schweizer Kennzeichen im Kosovo negativ aufgefallen sind. Zuvor war ein Lenker über einen Trottoir gefahren und zwei weitere wurden bei illegalen Strassenrennen in Prizren erwischt.
Polizei ruft zur Zurückhaltung auf
Die Behörden betonen, dass ausländische Lenkerinnen und Lenker sich an die geltenden Verkehrsregeln halten müssen – egal ob im Herkunfts- oder Aufenthaltsland. Die Polizei des Kosovo appelliert an gegenseitigen Respekt im Strassenverkehr und kündigte an, die Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden zu intensivieren.






