Im Grossraum Linz in Oberösterreich haben sich seit dem 20. Juli insgesamt 26 Menschen mit Legionellen infiziert. Drei Erkrankte sind inzwischen gestorben. Als mögliche Quelle gelten verkeimte Kühltürme eines Unternehmens in Linz, die Behörden haben die Ursache des Ausbruchs jedoch noch nicht abschliessend bestätigt.
26 Erkrankungen seit Ende Juli
In Oberösterreich ist es zu einem gehäuften Auftreten von Legionellen-Infektionen gekommen. Seit dem 20. Juli wurden im Grossraum Linz insgesamt 26 Erkrankungen registriert, drei der betroffenen Menschen starben in den vergangenen Tagen.
Laut GMX teilten die österreichischen Behörden am Freitag mit, dass die Ermittlungen zur Ursache des Ausbruchs weiterhin laufen. Als mögliche Quelle gelten verkeimte Kühltürme eines Unternehmens in Linz. Trotz erster Untersuchungsergebnisse könne derzeit jedoch noch nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die verantwortliche Quelle bereits eindeutig identifiziert worden sei.
Die Behörden führen deshalb weitere Untersuchungen durch. Dabei soll insbesondere geklärt werden, ob die Bakterien tatsächlich über die Kühltürme verbreitet wurden oder eine andere Infektionsquelle für die Häufung verantwortlich ist.
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Legionellen können schwere Lungenentzündungen auslösen
Legionellen sind Bakterien, die sich insbesondere in warmem Wasser vermehren können. Eine Infektion kann entstehen, wenn Menschen mit Legionellen belastetes Wasser in Form feinster Tröpfchen oder Aerosole einatmen.
Häufig werden Infektionen mit kontaminiertem Trinkwasser in Verbindung gebracht. Als mögliche Quellen kommen aber auch technische Anlagen und Einrichtungen infrage, bei denen Wasser zerstäubt wird, darunter Klimaanlagen, Luftbefeuchter oder Whirlpools.
Nicht jede Infektion führt zu einer schweren Erkrankung. Manche Verläufe ähneln einer leichten Erkältung und bleiben vergleichsweise mild. Bei gefährdeten Personen können Legionellen jedoch eine schwere Lungenentzündung verursachen.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen
Zu den möglichen Beschwerden gehören unter anderem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Bei schwereren Erkrankungen kann zusätzlich eine Lungenentzündung auftreten, teilweise auch begleitet von Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem oder bestimmten Vorerkrankungen. Schwere Legionellen-Infektionen können lebensbedrohlich verlaufen.
Eine Erkrankung lässt sich grundsätzlich mit geeigneten Antibiotika behandeln. Entscheidend ist dabei, dass eine schwere Infektion erkannt und medizinisch behandelt wird.
Die österreichischen Gesundheitsbehörden setzen ihre Untersuchungen im Grossraum Linz fort. Solange die genaue Quelle nicht eindeutig festgestellt ist, bleibt offen, ob die betroffenen Kühltürme tatsächlich für den gesamten Ausbruch verantwortlich sind.






