Bei neuen russischen Luftangriffen auf Kiew und die umliegende Region sind mindestens drei Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern im östlichen Vorort Browary befindet sich nach ukrainischen Angaben auch ein Kind. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt, Gebäude und Fahrzeuge beschädigt.
Die russischen Luftangriffe auf die Ukraine gehen weiter. In der Nacht wurde erneut die Hauptstadtregion Kiew getroffen. Besonders betroffen war der östliche Vorort Browary, wo nach Angaben ukrainischer Behörden mindestens drei Menschen ums Leben kamen.
Nach Angaben von GMX unter Berufung auf das Nachrichtenportal „The Kyiv Independent“ bestätigte Kiews Militärgouverneur Tymur Tkatschenko, dass sich unter den Todesopfern auch ein Kind befindet. Zwei Erwachsene und ein weiteres Kind wurden bei dem Angriff verletzt.
Durch die Attacken wurden zudem ein Wohngebäude, weitere Gebäude sowie mehrere Fahrzeuge beschädigt. Bei der nächtlichen Angriffswelle auf verschiedene ukrainische Städte kamen neben ballistischen Raketen auch Drohnen und Gleitbomben zum Einsatz.
Erneut Tote in Browary
Browary war bereits wenige Tage zuvor Ziel eines russischen Raketenangriffs. An einer Bahnstation waren dabei acht Menschen getötet worden.
Auch die jüngsten Angriffe zeigen die weiterhin schwierige Situation der ukrainischen Luftverteidigung. Besonders ballistische Raketen stellen für die ukrainischen Streitkräfte eine grosse Herausforderung dar, da sie mit sehr hoher Geschwindigkeit auf ihre Ziele zufliegen und nur schwer abgefangen werden können.
Bei einer vorherigen Angriffswelle in der Nacht auf Mittwoch waren ebenfalls zahlreiche Menschen in Kiew und der umliegenden Region getötet worden. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland dabei Dutzende ballistische Raketen verschiedener Typen ein. Keine dieser Raketen sei abgefangen worden.
Ukraine fehlen Abfangraketen
Die ukrainische Luftverteidigung verfügt zwar über verschiedene Systeme zur Abwehr russischer Raketen und Drohnen, nach ukrainischen Angaben fehlt es jedoch insbesondere an ausreichender Munition. Zu den wichtigsten Systemen gegen ballistische Raketen gehören die in den USA produzierten Patriot-Systeme.
Die Ukraine verfügt über mehrere Patriot-Systeme, allerdings ist deren Einsatz durch die begrenzte Verfügbarkeit von Abfangraketen eingeschränkt. Die weltweite Nachfrage nach entsprechender Munition ist hoch. Auch internationale Konflikte und die damit verbundenen Lieferungen haben Auswirkungen auf die verfügbaren Bestände.
Für die ukrainische Regierung wächst damit die Sorge vor weiteren schweren Angriffen auf Städte und kritische Infrastruktur. Besonders mit Blick auf den kommenden Winter könnte eine erneute Beschädigung der Energieversorgung die ohnehin angespannte Situation für die Bevölkerung weiter verschärfen.
Die ukrainischen Behörden arbeiten weiterhin an der Verstärkung der Luftverteidigung. Gleichzeitig bleiben zahlreiche Städte und Regionen des Landes dem Risiko weiterer russischer Raketen- und Drohnenangriffe ausgesetzt.






