Drei Raumfahrer sind nach einem rund achtmonatigen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS sicher zur Erde zurückgekehrt. Zwei russische Kosmonauten und ein US-Astronaut landeten mit der Raumkapsel Sojus MS-28 in der kasachischen Steppe. Die Crew hatte mehr als 3.800 Erdumrundungen absolviert.
Sojus-Kapsel landet erfolgreich in Kasachstan
Die Raumkapsel Sojus MS-28 setzte am Donnerstag um 12.27 Uhr deutscher Zeit in der Nähe der Stadt Scheskasgan in Kasachstan auf. An Bord befanden sich die russischen Kosmonauten Sergej Kud-Swertschkow und Sergej Mikajew sowie der US-Astronaut Christopher Williams.
Laut GMX teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit, dass die Landung erfolgreich verlaufen sei. In einem Livestream waren die drei Raumfahrer nach dem Ausstieg aus der Kapsel lächelnd zu sehen. Anschliessend wurden sie medizinisch untersucht.
Sergej Mikajew erklärte in einem kurzen Statement, dass er sich gut fühle. Die ersten Untersuchungen nach der Rückkehr aus dem All gehören zum üblichen Ablauf, da sich der menschliche Körper nach längeren Aufenthalten in der Schwerelosigkeit wieder an die Bedingungen auf der Erde gewöhnen muss.
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Mehr als 160 Millionen Kilometer im All zurückgelegt
Für Christopher Williams und Sergej Mikajew war es der erste Aufenthalt auf der ISS. Sergej Kud-Swertschkow absolvierte bereits seine zweite Mission auf der Raumstation.
Die drei Raumfahrer waren Ende November des vergangenen Jahres zur ISS gestartet und verbrachten insgesamt 241 Tage im Orbit. Während dieser Zeit umrundeten sie die Erde nach Angaben der Nasa 3.856 Mal und legten dabei mehr als 160 Millionen Kilometer zurück.
Auf der ISS führten die Astronauten und Kosmonauten zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch. Die Raumstation dient seit rund 25 Jahren als internationales Forschungslabor im All.
Zusammenarbeit trotz politischer Spannungen
Trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine setzen Russland und die USA ihre Zusammenarbeit auf der ISS weiterhin fort. Die Raumstation befindet sich in einer Höhe von rund 400 Kilometern über der Erde und bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit um den Planeten.
An Bord der ISS leben und forschen seit dem Jahr 2000 ohne längere Unterbrechung Raumfahrerinnen und Raumfahrer aus verschiedenen Ländern. Die internationale Zusammenarbeit im All gilt als eines der wenigen verbliebenen gemeinsamen Projekte zwischen Russland und westlichen Staaten.






