Drei Löwinnen sind im Tama-Zoo in Tokio gestorben. Als mögliche Todesursache wird ein Hitzschlag vermutet. Die Tiere zeigten zuvor Symptome wie Appetitlosigkeit und verminderte Aktivität. Japans anhaltende Hitze mit hohen Temperaturen und grosser Luftfeuchtigkeit stellt auch für Tiere eine Belastung dar.
Löwinnen nach Hitzewelle im Zoo gestorben
Im Tama-Zoo in der japanischen Hauptstadt Tokio sind drei Löwinnen innerhalb kurzer Zeit verendet. Die Tiere litten offenbar unter den Folgen der extremen Wetterbedingungen. Nach Angaben des Zoos wurden bei den verstorbenen Raubkatzen Dehydrierung und mehrfaches Organversagen festgestellt.
Laut GMX teilte der Zoo unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP mit, dass der Tierarzt einen Hitzschlag als wahrscheinliche Todesursache vermutet. Weitere Löwen befinden sich demnach weiterhin in Behandlung.
Seit Mitte Juli hatten zehn der insgesamt 16 Löwen im Tama-Zoo gesundheitliche Auffälligkeiten gezeigt. Dazu gehörten unter anderem fehlender Appetit und eine deutlich geringere Aktivität.
In der vergangenen Woche starben schliesslich drei weibliche Tiere nacheinander. Der Zoo untersucht weiterhin die genauen Umstände und überwacht den Gesundheitszustand der übrigen Tiere.
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Hohe Luftfeuchtigkeit belastet die Tiere
Löwen gelten grundsätzlich als Tiere, die hohe Temperaturen gut vertragen können. Die Bedingungen in Japan unterscheiden sich jedoch deutlich von den trockenen Hitzeperioden in den natürlichen Lebensräumen der Raubkatzen.
Eine Sprecherin des Zoos erklärte, dass die Kombination aus grosser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit eine besondere Belastung darstelle. Zudem sei die extreme Wärme in diesem Sommer sehr plötzlich nach dem Ende der Regenzeit im Juli eingetreten.
Für Tiere kann hohe Luftfeuchtigkeit problematisch sein, da der Körper Wärme weniger effektiv abgeben kann. Besonders gefährdet sind ältere oder geschwächte Tiere.
Japan erlebt extreme Temperaturen
Japan kämpft seit mehreren Wochen mit aussergewöhnlich hohen Temperaturen. In einigen Regionen wurden Werte von bis zu 40 Grad Celsius gemessen.
Bereits im vergangenen Jahr verzeichnete das Land den heissesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die zunehmenden Hitzeperioden stellen nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere in Zoos und Schutzprogrammen eine Herausforderung dar.
Der Tama-Zoo prüft nun weitere Massnahmen, um die Tiere besser vor den extremen Wetterbedingungen zu schützen.






