Ein stilles Sterben unter der Wasseroberfläche – und kaum jemand bemerkt es.
Weltweit verschwinden wandernde Süsswasserfische in alarmierendem Tempo. Ein neuer UN-Bericht zeigt: Seit 1970 sind die Bestände um über 80 % eingebrochen.
Die Gründe sind vielfältig – und sie betreffen fast alle grossen Flusssysteme der Erde.
Warum die Bestände so stark zurückgehen
Dämme, Umweltverschmutzung und der Klimawandel setzen den Tieren massiv zu. Besonders problematisch: Viele Arten sind auf lange, ununterbrochene Flüsse angewiesen.
Wird dieser natürliche Weg gestört, hat das drastische Folgen.
- Staudämme blockieren Wanderwege
- Verschmutzung zerstört Lebensräume
- Überfischung reduziert Bestände zusätzlich
- Klimawandel verändert ganze Ökosysteme
Laut gmx.ch sind wandernde Süsswasserfische eine der am stärksten bedrohten Tiergruppen weltweit.
Diese Flüsse sind besonders betroffen
Die Krise ist global – aber einige Regionen stehen besonders unter Druck:
- Amazonas und La-Plata-Becken (Südamerika)
- Mekong (Asien)
- Nil (Afrika)
- Ganges (Indien und Bangladesch)
Mindestens 325 Arten benötigen dringend internationale Schutzmassnahmen.
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„Flüsse kennen keine Grenzen“
Experten fordern ein Umdenken:
Flüsse müssen als zusammenhängende Systeme über Ländergrenzen hinweg geschützt werden. Denn Fische halten sich nicht an politische Grenzen.
Mögliche Lösungen:
- Schutz von Wanderkorridoren
- Internationale Fischerei-Regeln
- Gemeinsame Managementpläne
- Weniger Eingriffe in natürliche Flusssysteme
Hoffnung für den Amazonas?
Der Amazonas gilt noch als eine der letzten Hochburgen für wandernde Süsswasserfische. Doch auch dort wächst der Druck durch:
- Infrastrukturprojekte
- Wirtschaftliche Nutzung
- Umweltveränderungen
Ein internationaler Aktionsplan könnte helfen – doch die Zeit drängt.







