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Donezk und Luhansk wären de facto russisch“ – Was Trumps neuer Friedensplan wirklich bedeutet

Ein 28-Punkte-Plan aus Washington sorgt für politische Schockwellen. Während die USA schnellen Frieden fordern, müsste die Ukraine dafür weitreichende territoriale Zugeständnisse machen.

by Peter Schnieder
Freitag, 21. November 2025 um 15:43
in Ausland, News, Politics, Politik, Top News
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht entschlossen während eines offiziellen Treffens in Kiew.

Zelenskyj bei Rede im Regierungssitz in Kiew (Bildquelle: keystone)

Home » Politik » Donezk und Luhansk wären de facto russisch“ – Was Trumps neuer Friedensplan wirklich bedeutet

Ein „würdevoller Frieden“ – das fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Doch zeitgleich legen die Vereinigten Staaten einen Friedensplan vor, der für Kiew zur Zäsur werden könnte.
Denn: Er sieht vor, dass die Ukraine Teile ihres Staatsgebiets dauerhaft aufgibt.

Ein 28-Punkte-Plan: Die USA wollen bis Ende November eine Einigung

Laut rsi.ch erwartet Washington, dass Selenskyj bis zum 27. November – dem US-Thanksgiving – ein Friedensabkommen unterzeichnet.
Anfang Dezember soll der Plan Russland vorgelegt und abgeschlossen werden.

Der Kern des Vorschlags: Kiew soll mehrere Regionen an Moskau abtreten.

Territoriale Abtretungen: Ganze Regionen „de facto russisch“

Der US-Plan sieht folgende zentrale Punkte vor:

Donezk und Luhansk an Russland

  • Beide Regionen sollen „de facto als russisch anerkannt“ werden.

  • Auch die USA würden dies offiziell so anerkennen.

  • Die ukrainische Armee müsste sich vollständig zurückziehen.

  • Es entstünde eine russisch kontrollierte entmilitarisierte Zone.

Zusammen mit der Krim – annektiert 2014 – wäre ein grosser Teil des Ostens dauerhaft verloren.

Teilung von Cherson und Saporischschja

  • Entlang der aktuellen Frontlinie würden diese Regionen geteilt.

  • Das AKW Saporischschja würde unter IAEA-Aufsicht gestellt.

  • Der Strom soll zu gleichen Teilen an Russland und die Ukraine gehen.

Keine NATO-Mitgliedschaft für die Ukraine

Der Plan fordert zudem:

  • Ukraine verzichtet für immer auf NATO-Beitritt

  • Keine internationalen Friedenstruppen auf ukrainischem Gebiet

  • NATO darf keine Truppen in der Ukraine stationieren

Dafür sollen europäische Kampfflugzeuge in Polen stationiert werden, um das Land indirekt zu schützen.

Begrenzte Armee, begrenzte Souveränität

Ein weiterer Punkt des Plans:

  • Die ukrainische Armee würde auf 600.000 Soldaten begrenzt

  • USA und Europa bieten Sicherheitsgarantien, die NATO-Schutz ähneln sollen

Doch es bleibt fraglich, wie belastbar diese Garantien wären – insbesondere für ein Land, das bereits mehrfach angegriffen wurde.

Die Reaktionen: Zustimmung in Washington – Zweifel in Kiew

Selenskyj betont:

„Die Ukraine wünscht sich einen würdevollen Frieden, der unsere Unabhängigkeit, unsere Souveränität und die Würde des ukrainischen Volkes respektiert.“

Im Klartext:
Ein Frieden um jeden Preis ist für Kiew nicht akzeptabel.

Das Weisse Haus hingegen drängt:

„Der Plan ist gut für Russland und die Ukraine“, sagt US-Sprecherin Karoline Leavitt.

Medienberichten zufolge kritisiert die ukrainische Seite jedoch, dass der Vorschlag „zu stark die Forderungen Moskaus erfüllt“.

Nächste Schritte: Harte Verhandlungen, wenig Zeit

Die Uhr tickt.
Selenskyj soll den Plan in den kommenden Tagen persönlich mit Donald Trump erörtern.

Falls der Vorschlag angenommen würde, hätte dies weitreichende Konsequenzen:

  • Wiederaufbau der Ukraine

  • Entmilitarisierte Zonen

  • Neuwahlen 100 Tage nach Unterzeichnung

  • Ein grosser Teil des Ostens dauerhaft unter russischer Kontrolle

Wie realistisch diese Einigung ist, bleibt offen – sicher ist nur, dass der Druck aus Washington steigt.

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