Überraschend: Neue Bratwurst schmeckt gleich – ist aber viel nachhaltiger
Kann eine Wurst die Welt ein Stück besser machen?
Im Zoo Zürich wird genau das ausprobiert. Eine neue Kalbsbratwurst soll den Fleischkonsum nachhaltiger machen – ohne dass sich der Geschmack verändert.
Die Innovation: Fleisch trifft Erbsenprotein
Gemeinsam mit Mérat AG hat der Zoo eine Wurst entwickelt, die:
- rund 22–25 % Bio-Erbsenprotein enthält
- geschmacklich kaum vom Original unterscheidbar ist
- deutlich klimafreundlicher produziert wird
Das Motto: „Wurst bleibt Wurst“
20 % weniger CO₂ – und das pro Wurst
Der Effekt ist messbar:
- –20 % Treibhausgasemissionen pro Wurst
- rund 590 g CO₂e Einsparung pro Stück
- jährlich etwa 60 Tonnen CO₂e weniger
Das entspricht ungefähr:
233 Autofahrten von Zürich nach Rom
Warum gerade eine Wurst?
Der Ansatz ist bewusst einfach gehalten:
- Viele Menschen wollen weniger Fleisch essen, aber nicht verzichten
- Der Geschmack bleibt entscheidend
- Nachhaltige Alternativen scheitern oft genau daran
Zoo-Restaurant-Leiter Marcel Ritter sagt:
„Die Wurst soll dazu anregen, den eigenen Konsum zu hinterfragen – ohne Verzicht.“
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Mehr als nur Essen: Naturschutz im Fokus
Als Naturschutzorganisation verfolgt der Zoo ein klares Ziel:
- Weniger Fleisch = mehr Biodiversität
- Weniger Tierhaltung bedeutet weniger Druck auf Lebensräume
- Nachhaltiger Konsum wird zum Schlüssel im Artenschutz
Auch finanziell wird unterstützt:
- 2 % Umsatz → Naturschutzfonds
- weitere 2 % bei Produkten mit Erbsenprotein
Das grosse Potenzial
Die neue Wurst ist erst der Anfang:
Geplant sind weitere Produkte wie:
- Cervelats
- Wienerli
- Hackfleisch für Gerichte wie Chili con Carne
Gesamteinsparung im Zoo: rund 90 Tonnen CO₂e pro Jahr
Langfristig sollen diese Produkte auch ausserhalb des Zoos erhältlich sein.
Umweltbilanz auf einen Blick
- 45 % kleinerer Umweltfussabdruck
- Weniger Wasser- und Landverbrauch
- Fleisch aus IP-Suisse-Standard
- Entwicklung über 2 Jahre
Kleine Änderung, grosse Wirkung?
Die neue Wurst zeigt:
Nachhaltigkeit muss nicht kompliziert sein.
Und schon kleine Veränderungen im Alltag können viel bewirken.






