Zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum zieht Europa Bilanz. Neue Umfragen zeigen Skepsis in Grossbritannien – und auch aus der Politik kommt deutliche Kritik.
Der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs bleibt eines der umstrittensten politischen Projekte der jüngeren europäischen Geschichte.
Zehn Jahre Brexit: eine gemischte Bilanz
Am 23. Juni 2016 stimmte eine knappe Mehrheit der Briten für den Austritt aus der Europäischen Union. Seit dem offiziellen Brexit im Januar 2020 ist Grossbritannien nicht mehr Teil des EU-Binnenmarkts oder der Zollunion.
Reisefreiheit und wirtschaftliche Integration wurden deutlich eingeschränkt, während neue Handels- und Zollregeln den Alltag für Unternehmen komplexer machten.
Zustimmung in der Bevölkerung gesunken
Umfragen zeigen inzwischen eine deutliche Ernüchterung: Eine Mehrheit der Britinnen und Briten blickt kritisch auf den Brexit zurück.
Diskutiert wird insbesondere, ob die versprochenen wirtschaftlichen Vorteile tatsächlich eingetreten sind oder ob die Nachteile überwiegen.
Kritik aus der Politik
Auch aus der europäischen Politik kommt klare Kritik. Der CDU-Politiker und frühere niedersächsische Ministerpräsident David McAllister zieht eine ernüchternde Bilanz.
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Laut GMX habe der Brexit vor allem wirtschaftliche Nachteile gebracht, zusätzliche Bürokratie geschaffen und die britische Wirtschaft im Wachstum gebremst. Der Austritt sei aus seiner Sicht klar negativ zu bewerten.
Wirtschaft und Handel unter Druck
Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen, die sich seit dem Brexit mit zusätzlichen Zollformalitäten und neuen Handelsregeln konfrontiert sehen.
Die ursprünglich erwarteten neuen globalen Handelsvorteile haben sich nur teilweise realisiert.
Politische und gesellschaftliche Folgen
Neben wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Brexit auch politische Spannungen innerhalb des Vereinigten Königreichs verstärkt. Besonders in Schottland, Wales und Nordirland wird der Status quo zunehmend infrage gestellt.
Gleichzeitig bleibt die Debatte über eine mögliche Rückkehr in die EU politisch sensibel und bislang hypothetisch.






