Neue Rabattregel sorgt für Diskussionen
Wer kurz vor Ladenschluss bei Denner einkauft, entdeckt seit Kurzem eine Änderung im Kühlregal.
Statt 50 Prozent Rabatt erhalten viele frische Lebensmittel kurz vor dem Ablaufdatum neu nur noch 30 Prozent Preisnachlass. Der Detailhändler begründet den Schritt mit der Vermeidung von Food Waste.
Einheitlicher Rabatt statt zweimaliges Reduzieren
Der Denner ersetzt den bisherigen Ablauf mit mehreren Preisreduktionen durch ein neues System.
Neu gilt:
- 30 Prozent Rabatt
- während der letzten zwei Verkaufstage vor dem Ablaufdatum
- keine zusätzliche Reduktion am letzten Verkaufstag
Damit entfällt auch das bisherige Nachetikettieren der Produkte.
Denner setzt auf weniger Lebensmittelverschwendung
Laut Denner sollen Produkte künftig früher reduziert werden.
Der Hintergrund:
- Kundinnen und Kunden greifen eher zu, wenn Lebensmittel noch frischer sind.
- Dadurch sollen mehr Produkte verkauft werden.
- Weniger Lebensmittel sollen entsorgt werden.
Zudem vereinfacht die neue Regelung laut dem Unternehmen die Arbeitsabläufe in den Filialen.
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Andere Detailhändler setzen auf unterschiedliche Modelle
Auch andere Schweizer Detailhändler haben ihre Rabattpraxis angepasst.
Der Überblick:
- Coop: zunächst 20 Prozent, später 40 Prozent Rabatt
- Migros: je nach Filiale 25 Prozent, später 50 Prozent
- Aldi: meist 10 bis 25 Prozent, häufig 50 Prozent am letzten Verkaufstag
- Lidl: vergleichbares Modell mit gestaffelten Rabatten
Damit verfolgt jeder Händler eine eigene Strategie zur Reduktion von Lebensmittelabfällen.
Kundschaft diskutiert über die Änderung
Die neue Rabattregel sorgt bereits für unterschiedliche Reaktionen.
Während einige den Fokus auf weniger Food Waste begrüssen, kritisieren andere den tieferen Preisnachlass und sehen darin eine Verschlechterung für Sparfüchse.
Ob das neue Modell tatsächlich zu weniger Lebensmittelverschwendung führt, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen.






